Sprung in die 1. Liga? TSV-Fautballerinnen wollen Saison krönen

Die Ötisheimer Faustballerinnen spielen am Samstag in der Vaihinger 1-2-3-Halle um den Sprung in die 1. Bundesliga Süd

Von Silas Schüller Erstellt: 21. Februar 2019, 00:00 Uhr
Sprung in die 1. Liga? TSV-Fautballerinnen wollen Saison krönen Die Ötisheimerinnen Kristina Schnaugst (hinten, v. li.), Irina Vetter, Marie Rothmeier, Larissa Vetter (vorne, v. li.) und Stefanie Späth sind bei ihrer vorletzten Trainingseinheit vor der Aufstiegsrelegation bestens gelaunt, Nadine Schnaugst komplettiert am Samstag das TSV-Team,

Noch nie haben die Faustballerinnen des TSV Ötisheim in der 1. Bundesliga gespielt. Das könnte sich nun ändern, wenn das Team am Samstag die Aufstiegsrelegation besteht. Die Chancen hierfür könnten kaum besser stehen.

Mühlacker. Als die Ötisheimer Damen vor zwei Jahren aus der Schwabenliga in die 2. Bundesliga Süd aufgestiegen sind, betrachteten alle Beteiligten den Erfolg als vorläufigen Höhepunkt in der Team-Historie. Nun steht die Mannschaft um Spielertrainerin Irina Vetter vor dem nächsten Meilenstein, obwohl die Erwartungen vor Beginn der Hallenrunde eher unbestimmt definiert wurden. „Wir haben uns kein konkretes Ziel gesetzt, sondern wollten mit den beiden Neuen einfach mal sehen, wie sich die Saison entwickelt“, erinnert sich Vetter. Mit ihren Teamkameradinnen Nadine Schnaugst und Stephanie Frech bildet die 32-Jährige seit etlichen Jahren das Gerüst der ersten Frauenmannschaft, und auch Kristina Schnaugst beziehungsweise Larissa Vetter sind schon lange dabei.

Der entscheidende Impuls kam dann aber von außen: Nachdem die Vaihinger Damen ihr Bundesliga-Team abgemeldet haben, suchten Marie Rothmeier und Stefanie Späth einen neuen Verein, den sie mit dem TSV schnell fanden. Das erfahrene Duo brachte viel Qualität mit, wirkte sich aber auch positiv auf die restlichen Spielerinnen aus: „Durch Marie und Stefanie hat jeder von uns noch einmal einen Motivationsschub bekommen“, erzählt Irina Vetter von dem erfreulichen Nebeneffekt. Ohne große Anpassungsprobleme fanden sich die Neuzugänge in das Gefüge ein und machten Ötisheim zu einem nahezu unschlagbaren Team – zumindest in der 2. Bundesliga Süd. Mit zwei Heimsiegen am ersten Spieltag starteten die TSVlerinnen eine Siegesserie, die in den folgenden 14 Begegnungen stets fortgesetzt wurde. Lediglich drei Sätze gingen während der Hallenrunde an die Gegner; ein vorher kaum für möglich gehaltenes Szenario.

So war die Meisterschaft bald reine Formsache, der Blick richtete sich bereits im Dezember auf die Aufstiegsspiele zur 1. Bundesliga. „Natürlich haben wir eine tolle Runde gespielt, aber das zählt jetzt nicht mehr“, stellt die Angreiferin Marie Rothmeier klar.

Am Samstag steht im Grunde genommen die Arbeit der ganzen Hallenrunde auf dem Spiel, wenn in der Vaihinger Sporthalle am Alten Postweg um 11 Uhr der erste Ball geschlagen wird. Zum einen empfangen die Ötisheimerinnen als Ausrichter den TSV Gärtringen (Zweiter 2. Bundesliga Süd), und zum anderen reisen die zwei besten Mannschaften der 2. Bundesliga West, Käfertal und Langen, aus der Ferne an. Im Modus „Jeder gegen jeden“ hat jedes Team drei Partien zu absolvieren. Wer dann in der Tabelle auf Rang eins oder zwei steht, darf in der kommenden Hallensaison in der 1. Bundesliga mitmischen. Irina Vetter, die für die Ausrichtung der Relegationsspiele einige Kommunen angefragt hat und in Vaihingen eine Zusage bekam, freut sich auf das Auftreten vor eigenem Publikum. Nur vor der Nervosität, die bei dem „Heimspiel“ etwas stärker ausgeprägt sein dürfte, hat die Spielertrainerin etwas Respekt. Gleichzeitig weiß sie um die Stärken ihrer Kolleginnen, die nicht erst seit dem letzten Rundenspieltag vor zweieinhalb Wochen auf das Saisonhighlight hinfiebern.

Von Extraschichten vor dem großen Tag halten weder Rothmeier noch Vetter etwas: „Wir haben die Schlagzahl bewusst nicht erhöht, sondern sind bei zwei Trainingseinheiten in der Woche geblieben.“ Zwar arbeite jede Spielerin nebenbei noch an der allgemeinen Fitness, sonst gebe es aber keine zusätzlichen Einheiten. Als Generalprobe vor dem Härtetest am Samstag hat der TSV heute noch ein Testspiel bei der verbliebenen Vaihinger Damenmannschaft angesetzt, was den Ötisheimerinnen helfen soll, sich an die 1-2-3-Halle zu gewöhnen. Somit scheinen die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Abschneiden ideal zu sein, weshalb Irina Vetter davon ausgeht, dass ihre Mädels nicht unbedingt an ihre Grenzen gehen müssen, um den herbeigesehnten Aufstieg klarzumachen.

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