WM-Bronze für Illinger Bumerang-Werfer

Uwe Kitzberger meistert die widrigen Winde von Kiel

Erstellt: 10. August 2016, 00:00 Uhr
WM-Bronze für Illinger Bumerang-Werfer Robin Hauser aus Pinache belegt bei seinem internationalen Debüt auf Anhieb Rang fünf. Foto: privat

Kiel (pm). Uwe Kitzberger aus Illingen hat bei der Bumerang-Weltmeisterschaft den dritten Platz in der Weitwurf-Disziplin gewonnen.

Rund 140 Bumerang-Enthusiasten aus der ganzen Welt waren zu der WM auf dem Nordmarksportfeld in Kiel zusammengekommen, 35 Werfer aus 13 Nationen waren es allein im Weitwerfen, darunter drei aus dem Enzkreis.

„Man wirft den Bumerang von hinter einer 40 Meter breiten Abwurflinie ab, und er muss auch wieder hinter dieser Linie landen. Nur dann zählt der Wurf“, nennt der frischgebackene WM-Dritte die Herausforderung seiner Disziplin. Wie weit der Bumerang zuvor geflogen ist, werde anhand eines Spaliers aus Weitenrichtern ermittelt. „In der Mitte des Spaliers ist ein weiterer Weitenrichter, der versucht, den Wendepunkt des Bumerangs zu unterlaufen. Er wählt dann je einen Weitenrichter links und rechts im Spalier aus, deren Positionen ihm günstig erscheinen“, schildert Uwe Kitzberger das Procedere. „Die beiden Ausgewählten weisen dann in die Richtung, wo sie die Umkehr des Bumerangs beobachtet haben. Am Schnittpunkt der beiden Richtungen wird gemessen.“

Aufgrund widriger Wind- und Wetterverhältnisse und ständig wechselnder Windrichtungen gelang es am Wettkampftag nur neun Werfern, gültige Würfe über 100 Meter zu erreichen. Manuel Schütz aus der Schweiz zeigte zum wiederholten Mal seine überragende Stärke in dieser Disziplin und wurde mit 188 Metern Weltmeister. Der Illinger Uwe Kitzberger kam mit 131 Metern hinter dem Franzosen Laurent Garnier (134 Meter) auf Rang drei.

Robin Hauser aus Pinache, mit 17 Jahren jüngster Teilnehmer des Weitwurf-Wettbewerbs, belegte bei seinem ersten internationalen Wettbewerb mit 113 Metern auf Anhieb den fünften Platz. Auch für seinen Vater Wolfgang Hauser war es die erste Teilnahme bei einem internationalen Turnier. Ihm gelang zwar keine gültige Wertung, um so mehr freute er sich aber über den Erfolg seines Sohnes, der viele erfahrene und routinierte Werfer hinter sich gelassen hatte.

„Wir fiebern schon der Europameisterschaft im kommenden Jahr in Wales entgegen. Des Weiteren sollen auch wieder Weitwurf-Turniere in Mühlacker stattfinden“, kündigt Kitzberger an. „Die modernen Sportbumerangs sind übrigens aus hochstabilen glasfaser- oder kohlefaserverstärkten Kunststoffen und erinnern nur wenig an die Holz-Souvenirs aus Australien. Meist werden die Bumerangs von den Werfern selbst entworfen und gefertigt.“