Wenn Wörter Brücken bauen

Die Sprache der Waldenser ist keineswegs vergessen, davon zeugt eine Fachtagung in Serres, die auf großes Interesse stößt

Von Carolin Becker Erstellt: 7. September 2018, 00:00 Uhr
Wenn Wörter Brücken bauen Johann Daniel Gille beschreibt gegenüber dem König das Dorfleben wie folgt: „Unser Dorf heißt Serres. Wir haben eine Kirche, das Pfarrhaus aber ist in Pinache. Wir haben einen Lehrer und eine Schule. Nur wenige Leute sprechen noch Patois. Die Einwohner sind alle Bauern. Sie fahren mit Pferden, Ochsen und Kühen. Arme gibt es wenige, aber auch keine Reiche. Wir bauen Frucht, Klee und viel Obst. Wir genießen viel Milch und Most, wenig Wein. Es gibt im Dorf nur eine Wirtschaft. Die Leute gehen selten ins Wirtshaus. Sind die Häuser groß? Nein, sie sind klein, aber sauber. Hinter den Häusern sind schöne Gärten. Es gefällt uns wohl im Lande, wir sind zufrieden, danken Gott und ehren den König.“ Foto: privat

Zuwanderung, kulturelle und sprachliche Unterschiede, die Notwendigkeit der Integration, aber auch der Wunsch, die eigenen Wurzeln zu bewahren: Auf Themen wie diese hat das 21. Jahrhundert keinen exklusiven Anspruch

Carolin Becker

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