Schülerkunst statt kahler Wände

Projekttage in Wiernsheim für Schulhausgestaltung genutzt

Von Ramona Deeg Erstellt: 20. November 2018, 00:00 Uhr
Schülerkunst statt kahler Wände Bei den Projekttagen, deren Ergebnisse nun präsentiert werden, ging es nicht nur um Malerei. Foto: Deeg

Die jahrelangen Sanierungsarbeiten an der Gemeinschaftsschule Heckengäu sind seit rund einem Jahr abgeschlossen. Die weißen Wände, die die Handwerker hinterlassen haben, werden nun nach und nach mit Kunst verziert.

Vorstellung der „Glotzer“: Monika Becker und Paul Revellio unterstützen die Schüler.Vorstellung der „Glotzer“: Monika Becker und Paul Revellio unterstützen die Schüler.

Wiernsheim. „Ein Jahr lang habe ich darum gekämpft, dass niemand einfach ein Bild an die Wand hängt“, sagt Schulleiterin Monika Becker. Denn die Pädagogin wollte ein Konzept für die Kunst im Schulhaus. Das ist ihr und dem Kollegium samt den Schülern gelungen: In der Projektwoche vor den Herbstferien entstanden Kunstwerke, die nun die Flure des Bereichs der Sekundarstufe zieren. „Noch hängt nicht jedes Kunstwerk“, erklärt Karin Winter, die Fachschaftsleiterin Kunst, aber es gibt auch noch einige freie Wände.

Für Karin Winter war ein Zitat von Pablo Picasso ein wichtiger Wegbereiter für die diesjährigen Projekttage: „Jedes Kind ist ein Künstler. Das Problem ist nur, ein Künstler zu bleiben, während man erwachsen wird.“ Schließlich werde der Forschergeist in puncto Kunst in der Schule durch Gestaltungstechniken und Noten beeinflusst, die man dafür erhält, was man „mal eben in 45 Minuten zwischen Mathe und Geografie“ Kreatives bewerkstellige. Daher sei es gut gewesen, dass sich die Schüler der dritten und achten bis zehnten Klasse drei ganze Tage für ihre Kunstprojekte Zeit nehmen konnten. Alle anderen Schüler haben sich während der Projekttage mit anderen Themen beschäftigt. So stand in der Grundschule zum Beispiel das Thema Wald, Indianer und Spiele auf dem Programm, während sich die Viert- und Fünftklässler mit den Schlagworten „Gesund und fit“ beschäftigten.

Von den Kunstwerken, die das Schulgebäude zwischen Sekretariat und Aula schmücken, haben alle Schüler etwas. „Wen man sie beteiligt, passen sie auch besser darauf auf“, ist Schulleiterin Monika Becker von einem weiteren positiven Effekt der gemeinsamen Schulhausgestaltung überzeugt. An ihre Seite haben sich die Lehrkräfte den Mühlacker Künstler Paul Revellio und die Pforzheimerin Dany Lange geholt. Während Revellio einige Drittklässler in die Kunst seiner „Glotzer“ einweihte, beschäftigte Dany Lange sich mit Acht- bis Zehntklässlern auch mit dem Thema Malerei. „Was für Kleider tragen Schüler im Laufe eines Schuljahres?“ lautete eine Ausgangsfrage, die letztendlich im japanischen Manga-Stil gelöst worden ist. Außerdem wurden Skulpturen gebaut, die nun auf einem Podest gegenüber der „Glotzer“ zu bewundern sind. „Wir mussten den Brandschutz beachten“, erklärte einer der Schüler, die sich für den Podestbau interessiert hatten. Und auch die Drittklässler, die mit Paul Revellio zusammenarbeiteten, haben, wie sie erzählen, eines schnell gelernt: „Malen ist sehr anstrengend.“ Anstrengend sei auch die dreijährige Sanierungsphase gewesen, wie Schulleiterin Monika Becker betont. „Aber jetzt ist es auch schön, in ein helles und freundliches Schulhaus zu kommen.“

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