Festival elektrisiert die Metal-Fans

Rund 800 Besucher: „Riedler Open Air“ stößt auf eine große Resonanz, und einer Neuauflage steht nichts im Wege

Von Britta Bischoff-Krappel Erstellt: 27. August 2018, 00:00 Uhr
Festival elektrisiert die Metal-Fans Die Band „Scarlet Anger“ heizt den Fans beim „Riedler Open Air“ im Schein des Vollmonds mit Thrash Metal kräftig ein.Foto: Bischoff-Krappel

Ob Wiernsheim oder Wacken – neben dem „W“ am Wortanfang haben die Gemeinden noch etwas gemeinsam: Einmal im Jahr tummelt sich dort ein buntes Völkchen aus langhaarigen Kuttenträgern und anderen Rock- und Metal-Fans aller Altersgruppen, um sich bei lautstarken Beats einheizen zu lassen.

Wiernsheim. An die Besucherzahlen von Wacken kommt das „Riedler Open Air“ (ROA), das auf der grünen Wiese zwischen Wiernsheim, Serres und Iptingen stattfindet, zwar noch nicht ganz heran. Doch mit rund 800 Besuchern, die in diesem Jahr die dreitägige Veranstaltung in ihrer sechsten Auflage besuchten, waren die Organisatoren mehr als zufrieden. „Wir freuen uns über die tolle Resonanz“, so Andreas Nießl vom neunköpfigen Organisationsteam des ROA. „Schon beim Topact ,Wizard‘ am Freitagabend war die Wiese gerammelt voll.“ Nach der Warm-up-Party am Donnerstagabend kamen Metal-Freaks, aber auch Liebhaber anderer Musikgenres mit 13 auftretenden Bands voll auf ihre Kosten: Ob bei den „Distillery Rats“ mit whiskeylastigem Folk Punk, der Gothic Band „Circus of Fools“ oder den Thrash-Metal-Formationen „Skeleton Pit“ und „Dew Scented“ – von Freitag bis Samstag gab es bis spät in die Nacht schwer was auf die Ohren. „Wir versuchen, die Stilrichtungen ein bisschen zu mischen, damit für jeden Geschmack etwas dabei ist“, stellte Mitorganisator Andreas Nießl heraus. „Aber der Schwerpunkt beim ROA liegt ganz klar auf Metal und Rock.“

Trotz eher kühlen Wetters nahmen die Besucher auch gerne das angebotene Rahmenprogramm, zu dem ein beheizter Pool gehörte, in Anspruch. „Die harten Fans des ROA haben das Dreitagesticket gebucht und campen hier auf dem Gelände“, berichtete Nießl. Ein wenig Regen könne die gute Laune keineswegs trüben.

Dankbar äußerte sich Nießl, dass er sich voll auf die Unterstützung von Gemeinde, Sponsoren und Mithelfern verlassen könne. „Unser Kernteam trifft sich rund acht- bis zehnmal pro Jahr, um das ROA vorzubereiten“, erzählte er. „Klar ist das anstrengend, aber der Stress lohnt sich allemal, wenn die Besucher uns sagen, wie toll sie das Open Air und die Organisation finden.“ Dies bestätigten Nicole und Thomas Weber aus Heimsheim: „Es ist super, dass es ein solches Festival in der Region gibt“, sagten sie. „Hier ist alles mit Liebe zum Detail durchorganisiert.“ Nachdem nach einer Abstimmung unter allen Fans nun auch die Bühne des ROA mit „Blackout-Stage“ einen Namen hat, steht einer Neuauflage im kommenden Jahr nichts im Wege. Einen Wunsch für 2019 hätte das Organisationsteam jedoch noch: „Es wäre toll, wenn uns jemand ein größeres Festivalgelände in der Gegend zur Verfügung stellen könnte“, so Andreas Nießl. „Die Leute dürfen sicher sein, dass wir alles ordentlich und sauber hinterlassen werden.“

Weiterlesen

Verband ehrt Alt-OB Knapp

Wiernsheim/Enzkreis (rh). Bei seinem turnusgemäßen Treffen in Wiernsheim hat der Kreisverband des Verbandes der Verwaltungsbeamten Baden-Württemberg Mühlackers Alt-Oberbürgermeister Gerhard Knapp geehrt. Der Ehrenbürger gehört der Interessengemeinschaft seit runden 70 Jahren… »