Vor der Kirchenwahl: Veranstaltung zum ,,Streitfall Homosexualität“

Erstellt: 16. November 2019, 00:01 Uhr
Vor der Kirchenwahl: Veranstaltung zum ,,Streitfall Homosexualität“ Sorgte 2017 für Diskussionsstoff: In einer Ausstellung der Künstlergruppe Mühlacker zum Thema „Reformation(en)“ – im Bild Pfarrerin Gabriele Sauer (li.) und Organisatorin Anastassia Biederstaedt – zeigen fünf großformatige Fotos von Martin E. Kautter, die im Altarraum der Pauluskirche platziert sind, Pfarrer-Paare mit und ohne Trauschein, darunter auch zwei gleichgeschlechtliche. Archivfoto: Jähne

Bei einer Veranstaltung im Vorfeld der Kirchenwahl ging es am Donnerstagabend um Segnung homosexueller Paare. Hauptredner war Dr. Gerhard Ruhl, ehemaliger Pfarrer, Schuldekan a. D. und bis 2007 zwölf Jahre Mitglied der Landessynode.

Während bei den badischen Nachbarn seit 2016 Trauungen von gleichgeschlechtlichen Paaren zum Kirchenalltag gehören, tun sich die protestantischen Schwaben nach wie vor schwer mit dem „Streitfall Homosexualität“, dem der Abend in der Paul-Gerhardt-Kirche gewidmet ist. Im Spannungsfeld zwischen konservativen und liberalen Haltungen hatte sich die Landessynode im März dieses Jahres einen Kompromiss abgerungen, der mit seinen Auflagen und Einschränkungen aus Sicht der Kritiker eher einen Rück- als Fortschritt darstellt.

Ruhl

Auch der Hauptredner in der Paul-Gerhardt-Kirche geht mit dem Status quo, wonach nur ein Viertel der Gemeinden Segnungen – nicht Trauungen – von homophilen Paaren zulassen dürfen, wenn drei Viertel der Pfarrer und drei Viertel des Kirchengemeinderats zustimmen, hart ins Gericht. Damit, sagt Ruhl, „wird die Diskriminierung der Schwulen und Lesben fortgesetzt“.

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