Bau von Seniorenheim hat begonnen

Sternenfelser „Haus Zion“ unterhalb des Komm-In soll ab Oktober 2019 insgesamt 45 Pflegeplätze bieten

Von Lukas Huber Erstellt: 16. Mai 2018, 00:00 Uhr
Bau von Seniorenheim hat begonnen Was bislang nur im Modell existiert, soll bis Oktober 2019 Realität werden: das Haus Zion in Sternenfels, dessen Bau mit dem symbolischen ersten Spatenstich begonnen hat. Mit dabei sind Dr. Hans-Jürgen Walz, stellvertretender Vorsitzender des Sozialwerks Bethesda e.V. (v. li.), Bürgermeister Werner Weber, Grünen-Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann, Bethesda-Ehrenvorsitzender Gottlob Ling, die Architekten Joachim Theilmann und Klaus Weber, Silvia Martin, die das künftige Seniorenheim leiten wird, Peter Mayer, Erster Vorstandsvorsitzender von Bethesda, und Bauunternehmer Oliver Kälber.Foto: Huber

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat das Neulinger Sozialwerk Bethesda an diesem Dienstag den Bau des neuen Seniorenheims in der Sternenfelser Ortsmitte begonnen. Fertig sein soll das „Haus Zion“ im Herbst 2019.

Sternenfels. „Die meisten Menschen wollen so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden bleiben, doch oft ist das aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich“, sagte Bürgermeister Werner Weber beim offiziellen Baubeginn des Seniorenheims unterhalb des Komm-In. In der Vergangenheit mussten Sternenfelser, die sich nicht mehr alleine versorgen konnten, in Pflegeeinrichtungen in Nachbarortschaften umziehen. Doch das soll sich bald ändern: Das Haus Zion ermögliche es den Einwohnern in Zukunft, in ihrem gewohnten Umfeld zu bleiben, so Weber, der den Spatenstich und die folgenden Baumaßnahmen als „Zielgerade“ der vorherigen Planungsphase bezeichnete.

Die Idee, in der Stromberggemeinde ein Seniorenheim zu bauen, ist keineswegs neu. Wie Peter Mayer, Vorstandsvorsitzender des Sozialwerks Bethesda, erwähnte, habe es bereits unter dem früheren Bürgermeister Helmut Wagner, der 2006 in den Ruhestand ging, erste Kontakte gegeben. Die seien unter seiner Nachfolgerin Sigrid Hornauer – Rathauschefin bis 2015 – vertieft worden. 2014 habe der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss gefasst, nun könne es losgehen. Der Bau des Projekts mit 45 Pflegeplätzen, einer Tagespflege, betreuten Wohnungen und einem Stützpunkt des ambulanten Pflegedienstes werde voraussichtlich im Oktober des kommenden Jahres fertiggestellt sein.

Darüber freute sich auch Architekt Joachim Theilmann, der die Planungen in den vergangenen Jahren mehrfach vor dem Gremium vorgestellt hatte: „Es ist schön, dass das, was zuerst in den Köpfen war, dann auf den Zeichentisch kam und nun im Modell sichtbar ist, bald Wirklichkeit wird.“ Dabei handle es sich um ein lichtdurchflutetes Gebäude, das Blicke nach draußen ins Grüne erlaube.

Wie wichtig eine Einrichtung wie das Haus Zion gerade im ländlichen Raum sei, betonte Stefanie Seemann, Grünen-Landtagsabgeordnete für den Enzkreis. „Der demografische Wandel ist da, er ist eine Tatsache“, sagte sie in ihrer Ansprache. „Denn der Altersdurchschnitt in der Gesellschaft steigt.“ Damit einhergehe, dass in der Zukunft immer mehr Menschen im Alter Hilfe benötigten. Erschwert werde die Situation zusätzlich dadurch, dass viele junge Menschen heute nicht mehr an dem Ort blieben, wo sie aufgewachsen seien. Die Eltern blieben zurück. „Die Versorgungsstruktur hat sich geändert.“ Ein solches Seniorenheim schaffe Abhilfe und helfe zudem, kommunale Angebote besser auszulasten. Beispiele dafür nannte die künftige Heimleiterin Silvia Martin, die selbst aus Diefenbach stammt: Die Lage des Heims sei optimal, denn unweit davon gebe es das Rathaus, das Freibad, das Komm-In und einen Zahnarzt.

Das Haus Zion ist nach den Häusern Bethesda (Bauschlott), Tabor (Maulbronn), Bethanien (Kieselbronn), Salem (Ispringen) und Hebron (Knittlingen) die sechste Einrichtung des Sozialwerks Bethesda. Nach Aussage des Ehrenvorsitzenden Gottlob Ling biete der Verein – inklusive des Seniorenheims in Sternenfels – damit über 400 Betten und beschäftige rund 720 Mitarbeiter. Weitere würden händeringend gesucht, wie Peter Mayer sagte. „Wer im Haus Zion arbeiten will, kann sich gerne bei uns melden.“ Auch Interessenten, die in die Sternenfelser Einrichtung ziehen wollten, fänden ein offenes Ohr.

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