Konzept ist tierisch erfolgreich

Sparkasse Pforzheim Calw unterstützt den Verein Araneus mit 10000 Euro – Naturschule hat sich zum Selbstläufer entwickelt

Von Carolin Becker Erstellt: 24. Februar 2018, 00:00 Uhr
Konzept ist tierisch erfolgreich Die 10000 Euro von der Sparkasse wurden unter anderem in eine neue Ponykutsche investiert. Nicht nur Bilbo und Lukas haben ihre Freude daran, sondern auch potenzielle Lenker wie Amelie und Laura (vorn auf der Kutsche), Mitarbeiter wie Isabella und Mauro (v.li.) sowie die Vorstandsmitglieder Sabine Pörner, Klemens Köberle (vorne) sowie Norbert Raab (3.v.li.). Auch Sparkassenvorstandsvorsitzender Stephan Scholl (mit Scheck) und Landrat Bastian Rosenau testen das Gefährt. Foto: Becker

Ötisheim-Schönenberg. „Ist das frisch gepresste Milch?“ Überlegungen wie diese bringen Klemens Köberle, Vorstandsmitglied des Umweltbildungsvereins Araneus, längst nicht mehr aus dem Konzept. Dass die Distanz zur Natur nicht nur bei dem zitierten jugendlichen Fragesteller in einer digitalisierten Welt groß geworden ist, motiviert Köberle und die anderen Macher des Vereins und der vor rund zehn Jahren am Waldrand nahe Schönenberg eröffneten Naturschule Stromberg umso mehr, mit ihren Angeboten Mensch und Umwelt einander näherzubringen.

Die Nachfrage sei immens: Klassen, die einen meist dreitägigen Aufenthalt buchen wollten, stünden Schlange, 1200 bis 1300 Kinder pro Jahr kämen in den Genuss eines Schullandheimaufenthalts, das laufende Jahr sei bereits komplett ausgebucht, und das Interesse auch aus Nachbarlandkreisen sei so groß, „dass wir theoretisch noch zwei weitere Häuser füllen könnten“, sagte Köberle am Freitag bei einem Treffen mit prominenten Gästen. „Wir haben einen Nerv getroffen“, beschrieb Vorstandsmitglied Norbert Raab den Erfolg.

Der Anlass für den Besuch des neuen Landrats Bastian Rosenau und des Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Pforzheim Calw, Stephan Scholl, war ein erfreulicher. Scholl hatte einen symbolischen Spendenscheck über 10000 Euro im Gepäck. Das Geldinstitut erfülle schließlich auch einen öffentlichen Auftrag, unter anderem, indem es mit Vorliebe konkret fassbare Projekte durch Spenden und Unterstützungsmaßnahmen fördere. Dafür lasse sich die Sparkasse gern vom Landrat inspirieren, wobei der Tipp „Naturschule“ noch von Rosenaus Amtsvorgänger Karl Röckinger stamme. Das Geld, für das sich Klemens Köberle ausdrücklich bedankte, ist bereits vor der offiziellen Übergabe geflossen. Wohin, erlebten die Gäste vor Ort. „Wir setzen die Spende für die tiergestützte Pädagogik ein“, erläuterte Köberle. Bereits in der Vergangenheit seien die bei der Naturschule untergebrachten Kaltblutpferde, Shetlandponys, Ziegen, Hühner, ein Kater, ein Hängebauchschwein sowie kinderliebe Hunde von Mitarbeitern eingesetzt worden, um den Kindern und Jugendlichen einen intensiven Kontakt unter Anleitung erfahrener Pädagogen zu ermöglichen. „Das wollen wir ausbauen und auf professionelle Beine stellen“, begründete er, weshalb Vorstandsmitglied Sabine Pörner aktuell eine entsprechende Fortbildung besuche. Physisch greifbar seien jetzt schon eine Ponykutsche und – profan, aber wichtig – ein neuer Mistanhänger.

Sowohl Stephan Scholl als auch Bastian Rosenau zeigten sich vom Konzept des Umweltbildungsvereins beeindruckt. „Es ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis, die Nähe zur Natur zu suchen“, sagte der seit wenigen Wochen amtierende Landrat, der in Schönenberg einen seiner ersten öffentlichen Auftritte absolvierte. Die Digitalisierung bringe viele Vorteile mit sich, doch blieben Informationen am Bildschirm zunächst „blanke Theorie“. Araneus helfe dabei zu lernen, „was vor der eigenen Haustür passiert“. Das Geheimnis um die Milch dürfte dabei auch gelüftet werden.

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