Rohrbruch legt Freibad lahm

Ötisheimer Anlage muss geschlossen werden – Feuerwehr pumpt das Technikgebäude aus

Von Thomas Eier Erstellt: 11. Juni 2019, 00:00 Uhr
Rohrbruch legt Freibad lahm Rohrbruch legt Freibad lahm

Ötisheim. Einen ereignisreichen Start ins Pfingstwochenende hat die Feuerwehr in Ötisheim verzeichnet, und insbesondere ein Einsatz im Freibad hat die freiwilligen Helfer über mehrere Stunden hinweg auf Trab gehalten. Die komplette Anlage musste, weil das Technikgebäude überflutet wurde, zunächst geschlossen werden.

Genauer gesagt konnte das Freibad, nachdem am Samstagvormittag noch vor dem Startschuss um 10 Uhr der Schaden bemerkt worden war, erst gar nicht öffnen. Gegen 9.15 Uhr hatte, wie Feuerwehr-Kommandant Jochen Hörnle berichtete, Schwimmmeister Frank Dingler Alarm geschlagen, weil die Technikräume bis zu 1,40 Meter hoch geflutet waren. Ursache war, wie Feuerwehrchef Hörnle informierte, dass sich ein Leitungsrohr aus einer Muffe gelöst hatte, wodurch das Wasser ins Gebäude strömte und die Steuerungstechnik für das Bad außer Gefecht setzte.

Erster Schritt war laut Jochen Hörnle, im Hauptberuf Elektromonteur in Diensten der EnBW, den Strom abzustellen, bevor mit Hilfe zweier Schmutzwasserpumpen die Räume trockengelegt wurden. Bis gegen 14.30 Uhr versuchten die zehn Helfer der Feuerwehr, die mit drei Fahrzeugen angerückt waren, gemeinsam mit dem Schwimmmeister vergeblich, die Technik wieder in Gang zu setzen. Badegäste, die in dieser Zeit erschienen, mussten wieder nach Hause geschickt werden, und wie lange es bis zu einer Reparatur dauern wird, war am Wochenende noch unklar.

Eine große Verschnaufpause war der Ötisheimer Feuerwehr nach dem mehrstündigen Einsatz im Freibad nicht vergönnt – folgte doch auf den Kampf gegen das Wasser umgehend jener gegen ein Feuer, weil an der Eichendorffstraße eine direkt neben einer Garage gelegene Hecke brannte. Praktisch nahtlos zogen deshalb acht der zehn Helfer, die sich noch in der Feuerwache aufgehalten hatten, weiter ins Wohngebiet, um den Brand zu löschen. Die Garage wurde durch die Flammen nicht beschädigt. Als Ursache des Feuers vermutet Kommandant Jochen Hörnle eine weggeworfene Zigarette oder eine Glasscherbe, die als Brennglas wirkte.

Am Ende hatte die Feuerwehr zum Start ins verlängerte Wochenende fast die gesamte Bandbreite an Herausforderungen bewältigt, war doch bereits am Freitag ein Kraftakt ganz anderer Art notwendig geworden. Auf der Landesstraße in Richtung Enzberg hatte ein unbekanntes Fahrzeug Schotter verloren, der sich über 300 Meter verteilte und beseitigt werden musste.

Thomas Eier

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