Hexen meistern närrische Prüfung

Aizemer Narrenzunft nimmt fünf Täuflinge in ihre Reihen auf

Von Volker Henkel Erstellt: 7. Januar 2019, 00:00 Uhr
Hexen meistern närrische Prüfung Jessica Bonda (ohne Maske) wird bei den Strohhexen aufgenommen. Foto: Fotomoment

Ötisheim. Die Hexen waren am Samstagabend in der Erlentalhalle Ötisheim unterwegs. Fünf Täuflinge der örtlichen Strohhexen von der 1. Aizemer Narrenzunft mussten eine Prüfung überstehen. Dabei ging es um Schnelligkeit, Mut sowie ausreichende Versorgung für den Magen. Eine Minute hatten sie Zeit, um sich das Häs anzuziehen. Socken, Hose, Oberteil, Kittel, aber ohne Maske. Diese war erst das Geschenk nach bestandener Taufe. In den vorgegebenen 60 Sekunden schaffte keiner die Ankleideprozedur.

Ein Jahr lang hatten die Täuflinge zuvor in der Aizemer Narrenzunft mitgemacht. Das war die erste Bedingung, um überhaupt zur Taufe zugelassen zu werden. Die weiteren Prüfungen schafften die fünf Narren-Azubis mit mehr oder weniger Leichtigkeit. So überwanden sie beispielsweise das Ekelgefühl beim Berühren einer Rinderzunge mit der eigenen Zunge. „Echte Hexen müssen Mut haben“, erklärte Benedikt Förster, Vorsitzender der Aizemer Narrenzunft, den Sinn dieser zweiten Prüfung. Und weil Hexen auch einen gut gefüllten Magen haben müssen, um die Zeit der Faschingskampagne zu überstehen, gab es danach ein Butterhörnchen. Gefüllt mit Senf, Knoblauch und einem Hering. Der Hexenschnaps danach war eine weitere kulinarische Herausforderung. Angereichert mit Maggi, Sahne, Kaffee und erneut Knoblauch. Zum Abschluss musste jeder Täufling noch begründen, warum er eine Strohhexe sein will.

„Ich sorge für die Sicherheit hier und zu jeder Zeit. Trinke weder Bier noch Wein und bin stolz eine Strohhexe zu sein“, erklärte Jessica Bonda. Wie alle anderen wurde sie aufgenommen, allerdings ohne Maske. Aus gesundheitlichen Gründen kann sie diese nicht tragen. Deshalb ist sie zukünftig für die Sicherheit und den reibungslosen Ablauf bei Auftritten der Gruppe zuständig.

Nach der Taufe gab es im Foyer der Erlentalhalle Auftritte der Kieselbronner Gugge Gaiße mit Guggenmusik und Narrentanz mit den Eulenlochhexen aus Schömberg. „Die Tradition lebt weiter“, freute sich Jessica Bonda. Worte, bei denen das neu aufgenommene Mitglied der 1. Aizemer Narrenzunft auch an ihre Mutter denkt, die sie für die Narrenzunft begeistert hat und im Oktober 2017 verstorben ist. Und die Mutter wird bei allen Aktionen der Strohhexen immer ein Stück weit dabei sein. Auf dem Häs von Jessica steht: Ruhe in Frieden Hexenmama Heike.

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