Aizemer Narrenzunft tauft zwei neue „Hexen“

Weibliches Duo besteht das Aufnahmeritual – Probezeit als „Azubis“ hat ein Ende – Ötisheimer Verein erfreut sich großer Beliebtheit

Von Volker Henkel Erstellt: 6. Januar 2020, 12:54 Uhr
Aizemer Narrenzunft tauft zwei neue „Hexen“ Für ihre Narrentaufe haben Julia und Nina (vorne, von rechts) Kuchen gebacken. Foto: Fotomoment

Ötisheim. Zwei neue „Hexen“ hat seit dem Wochenende die Aizemer Narrenzunft in ihren Reihen. Die 27-jährige Julia aus Maulbronn und die 29-jährige Nina aus Sandhausen bestanden ihre „Taufe“.

Ein Jahr lang hatten sich die Kandidatinnen zuvor in einer Art Probezeit für den Ötisheimer Verein engagiert: „Wir mussten immer eine Weste mit der Aufschrift ,Azubi‘ tragen.“ Es sei wichtig, sich kennenzulernen, begründete Vorsitzender Benedict Förster die Testphase, weil bei gemeinsamen Aktivitäten in der fünften Jahreszeit die Chemie stimmen müsse.

Was im Fall der beiden Anwärterinnen offenbar der Fall war, sie konnten der Aufnahmeprüfung am Sonntagabend auf dem Vorhof des Ötisheimer Pfleghofs gelassen entgegensehen. Wobei Benedict Förster noch einige Informationen in Sachen „Faschings-Allgemeinbildung“ parat hatte.

Eine Aufgabe für die beiden künftigen Hexen war, einen Kuchen zu backen, der zum Anlass passte. Nina stellte ein Brownie-Gebäck mit grüner Zuckerguss-Aufschrift „Aizemer Narrenzunft e.V.“ vor, und Julia hatte ihren Weinkuchen mit der Maske der Ötisheimer Narren geschmückt. Den 150 Zaungästen der Zeremonie mundeten die Kostproben; im Gegenzug mussten die beiden Neulinge im Zuge des Rituals einen Wackelpudding, der mit einigen Mehlwürmern und Seidenspinnerrauben zubereitet wurde, „genießen“.

„Ihr seid immer für mich da“, meinte Julia in ihrer Täuflingsbegründung, und angesichts dieses schlagkräftigen Arguments stand einer Aufnahme des Duos im Verein nichts mehr im Wege. Am 11. Januar sind die beiden „Hexen“ nun als echte Narrenzunft-Mitglieder bei der ersten Faschingsveranstaltung der Saison in Brackenheim dabei – „endlich ohne Azubi-Westen.“

Für die neue Hexentaufe im nächsten Jahr stehen laut Benedict Förster im Übrigen schon fünf weitere Anwärter parat. „Zwar ist hier keine Faschingshochburg, aber es gibt viele, die mitmachen wollen.“

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