„Wir haben uns einen Traum erfüllt“

Eine Woche vor Eröffnung der Gartenschau wirbt Minister Alexander Bonde gemeinsam mit den Verantwortlichen für die Enzgärten

Von Ramona Deeg Erstellt: 30. April 2015, 18:35 Uhr
„Wir haben uns einen Traum erfüllt“ Minister Alexander Bonde (li., im Vordergrund) ist von den Veränderungen in Mühlacker angetan. Dieser Begeisterung schließen sich die anderen Verantwortlichen (Bild oben) an. Foto: Kühfuss (2), Huber

In einer Woche geht es los: In den Enzgärten öffnet die Gartenschau Mühlacker ihre Tore. Vorab hat sich Minister Alexander Bonde (Bündnis 90/Die Grünen) schon einmal ein Bild gemacht und gemeinsam mit den Verantwortlichen die Werbetrommel gerührt.

Mühlacker. Ein guter Indikator für den Stand der Bauarbeiten eine Woche vor der Eröffnung sei immer, wie nervös Professor Möhrle und Martin Richter von der Förderungsgesellschaft seien, weiß Alexander Bonde, Landesminister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, aus seinen Erfahrungen mit Gartenschauen in den zurückliegenden Jahren. Und mit Blick auf den Stand der Dinge in Mühlacker sagt Bonde: „Beide sind sehr entspannt.“

Auch Oberbürgermeister Frank Schneider, Bürgermeister Winfried Abicht und Projektleiter Armin Dauner zeigten sich bei der offiziellen Eröffnungspressekonferenz rundum zufrieden. „Wir freuen uns darauf“, so Schneider über die 128 Veranstaltungstage. Die Gartenschau stelle ein großes Bürgerprojekt dar, und wie sehr sich die Mühlackerer für ihre Enzgärten interessierten, lasse sich an dem „sehr gelungenen“ Dauerkartenvorverkauf ablesen, betont Schneider. „Es sind über 15000 Stück“, ruft er in Erinnerung, „das macht uns sehr stolz.“

Minister Bonde, der einst zum Wahlkampfteam von Oberbürgermeister Arno Schütterle gehörte und Mühlacker bestens kennt, erinnerte daran, wie es in den Enzgärten vor den Arbeiten ausgesehen hat: Die Enz sei ein „Sperrriegel“ und das Grün wenig attraktiv gewesen. Das habe sich vollständig verändert, und man habe mit den 4,6 Millionen Euro Investitionen aus Landesmitteln viele Projekte umsetzen können. „Im neuen Jugendhaus sind wir quasi 128 Tage Zwischenmieter“, so Bonde über eine der neuen Bauten. Denn dort wird während der Veranstaltungsmonate der Treffpunkt Baden-Württemberg untergebracht sein, in dem sich das Land präsentiert. Mühlacker, betont Bonde, sei nun einen Sommer lang Botschafter des Landes Baden-Württemberg und habe sich mit der Gartenschau „ein grünes Herz und sich selbst die Enz zurückgegeben“.

Auch Professor Hubert Möhrle von der Förderungsgesellschaft, die die Stadt bei der Durchführung der Enzgärten unterstützt, hob hervor, dass es um mehr gehe, als den Besuchern nur Blumen zu präsentieren. „Die Menschen stellen beim Flanieren fest, was sich alles verändert hat.“ Das Besondere an den Gartenschauen sei auch, dass das komplette Umfeld mit einbezogen werde und sich nicht nur einzelne Bereiche veränderten. Die gesamte Lebensqualität werde verbessert. „Das ist etwas Unmessbares, etwas Grandioses“, schwärmt Möhrle. Und in Bezug auf Mühlacker ist er sich sicher, „dass wir hier einen herrlichen Sommer erleben werden“.

In diese Begeisterung stimmt auch Landrat Karl Röckinger, der bekanntlich in Dürrmenz aufgewachsen ist, ein. „Man kann das heute mit früher kaum vergleichen“, so der Landrat, „ich kann mir sehr gut vorstellen, welche Bedeutung diese enorme Aufwertung für die einzige Große Kreisstadt in unserem Landkreis hat.“

„Ich kann es kaum noch abwarten“

Bürgermeister Winfried Abicht
über die Eröffnung am 9. Mai

Das Landratsamt, betonte Oberbürgermeister Schneider, habe die Gartenschauideen von Anfang an sehr wohlwollend begleitet. So sei das Planfeststellungsverfahren, das zur Renaturierung der Enz nötig gewesen sei, „in Rekordzeit abgearbeitet“ worden. Auch während der Veranstaltungsmonate sei der Landkreis ein verlässlicher Partner und präsentiere sich und seine Aufgaben unter anderem im Enzkreis-Pavillon in der Musikschule Gutmann. Mit dabei: zahlreiche Kommunen des Landkreises, die sich entweder über ein Wochenende oder sogar eine ganze Woche lang präsentieren.

„Wir haben uns hier einen Traum erfüllt“, schwärmt Bürgermeister Winfried Abicht, der Betriebsleiter der Gartenschau ist. Doch er macht auch keinen Hehl daraus, dass sich die Enzgärten keinesfalls einfach über Nacht haben realisieren lassen. „Wir haben viel bewegen müssen“, blickt er zurück, „damit meine ich nicht nur die 20000 Kubikmeter Erde, die wir aus der Enz geholt haben, sondern auch, dass wir viele Menschen haben anstoßen müssen.“ Beides sei gelungen, sagt Abicht sichtlich zufrieden.

Außerdem habe man für die Enzgärten „unglaublich viele Sponsoren gefunden“. Überdies sei die Stadt besser zusammengewachsen, „und genau das macht eine Gartenschau aus“. Der Betriebsleiter kann den 9. Mai kaum noch abwarten, wie er betont: „Jetzt kommt es darauf an, jetzt beginnt die Nagelprobe.“

Der offizielle Festakt zur Gartenschaueröffnung findet am Samstag, 9. Mai, um 10 Uhr auf der Sparkassen-Bühne statt. Bereits um 9.45 Uhr gibt es dort zur Einstimmung Fanfarenklänge der Trommler und Pfeifer Mühlacker.

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