Weihnachtsmarkt Mühlacker: Das Bühnenprogramm als Trumpfkarte

Organisatoren ziehen positive Bilanz des Mühlacker Weihnachtsmarkts – Stände und Veranstaltungen locken Besucher in Scharen an

Von Ulrike Stahlfeld Erstellt: 28. November 2016, 00:00 Uhr
Weihnachtsmarkt Mühlacker: Das Bühnenprogramm als Trumpfkarte Der Mühlacker Weihnachtsmarkt erweist sich als Besuchermagnet. An den Abenden ist der Kelterplatz stimmungsvoll erleuchtet. Für die passenden Klänge sorgen unter anderen die Trommler und Pfeifer. Foto: Stahlfeld

Die Menschen in Mühlacker lieben „ihren“ Weihnachtsmarkt. Und nicht nur sie. Auch aus den benachbarten Gemeinden strömten in den vergangenen fünf Tagen Besucher in die Stadtmitte, die bereits zum 26. Mal in vorweihnachtlichem Glanz erstrahlte.

Mühlacker. Rolf Watzal fällt es schwer, die Anzahl der Menschen zu schätzen, die sich allein am Freitagabend auf dem Kelterplatz drängten. An die 2000 Besucher, vermutet er, haben allein in diesen Abendstunden den Budenzauber in der Stadtmitte genossen.

Citymanager Rolf Watzal, Frank Veit und Markus Rössle bilden das Organisationsteam, das sich nach dem Ausscheiden von Manfred Fisch im vorigen Jahr neu formierte. So ganz konnte es Fisch aber auch in diesem Jahr nicht lassen. Er schlüpfte am Sonntag in das Nikolaus-Kostüm, um am Nachmittag die Kinder auf dem Markt zu besuchen. Keine Frage: Für die Kinder war der Besuch des Nikolauses der Höhepunkt des Weihnachtsmarktes, eventuell gefolgt vom Kinderkarussell und dem Ponyreiten, das beides auch in Mühlacker nicht fehlte.

Als Erwachsener hatte man es da an den vergangenen Tagen schon etwas schwerer, das persönliche Highlight auszumachen. Gemessen an der Besucherzahl, nahm nach einhelliger Meinung des Organisatoren-Trios mit Sicherheit der Freitagabend eine Sonderstellung ein, als die Kultgruppe „Die drei Richtigen“ und Andy Burgert als sogenannte Walking-Acts zwischen den beleuchteten Hütten unterwegs waren.

„Die Leute werden animiert zum Mitsingen und Mittanzen“, waren Watzal und Veit zufrieden. Und die Stände profitierten ebenfalls von derart gut gelaunten Besuchern. Auch am Freitag sei die Country-Musik direkt in die Beine der Zuhörer gegangen. Bei den Kraichgau Buffalos wurde zum Linedance geladen.

Der erste Tag war traditionell von der Musikschule Gutmann musikalisch gestaltet worden, am Donnerstag gehörte die Bühne dann den „Newcomern“, und der Sonntag stand ganz im Zeichen der Vereine. „Es war gigantisch und anstrengend“, so die Bilanz des Trios. „Es war ein Wahnsinn, wie das Publikum aus nah und fern strömte. Unsere Bühne mit Musik ist die Besonderheit des Marktes, die wir auch beibehalten möchten“, betonte Watzal.

Das Publikum weiß das Bühnenprogramm längst zu schätzen. Noch ein wenig „abseits“ dagegen fand der Wettbewerb auf der rund 15 Meter langen Eisstock-Bahn statt. Doch wer nicht dabei war, hat auch bei der zweiten Auflage einiges verpasst. Denn schließlich ging es den fünf Mannschaften längst nicht nur darum, den Eisstock in die Nähe der Daube zu schieben. Das Ganze wurde freilich mit Sprüchen von hohem Unterhaltungswert begleitet. Souverän landeten die Stadtwerke auf Platz eins. Das Team vom Mühlacker Tagblatt musste sich mit Rang zwei begnügen – vor dem Gewerbe-, Handels- und Verkehrsverein, der Mühlacker Feuerwehr und einer Gruppe von Marktbeschickern.

Und noch ein Sieger: Beim Wettbewerb um den Titel des schönsten Standes siegte die Almhütte des Illinger Restaurants Magazin, das zu den Neulingen auf dem Markt gehörte. Magazin-Betreiber Peter Schwab gab das Kompliment umgehend zurück: „Es ist ein kompakter, schöner, romantischer Weihnachtsmarkt. Wir sind gut aufgenommen worden. Man hat das Gefühl, hier kennt man sich.“

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