Der Mühlacker Triathlon 2018 ist beschlossene Sache

Neuauflage soll wieder vor den Sommerferien stattfinden – Veranstalter und Stadt prüfen Verbesserungen im Detail

Von Ramona Deeg, Thomas Eier, steffen-Michael Eigner und Maik Disselhoff Erstellt: 25. Juli 2017, 00:00 Uhr
Der Mühlacker Triathlon 2018 ist beschlossene Sache Schon am späten Montagvormittag ist der erste Mühlacker Triathlon rein optisch gesehen Geschichte – doch im Hintergrund laufen bereits die Planungen für das kommende Jahr. Foto: Deeg

Der Mühlacker Triathlon soll nach dem Erfolg der Premiere keine einmalige Angelegenheit bleiben, dementsprechend wird für eine Neuauflage 2018 bereits Material vor Ort eingelagert. Termin könnte, während die Diskussion um Verbesserungen im Detail begonnen hat, wieder kurz vor den Ferien sein.

Mühlacker. Neben dem eigenen Terminkalender mit dem Frankfurt City Triathlon am ersten August-Wochenende als Fixpunkt nimmt der professionelle Veranstalter EventPower auch Rücksicht auf die Gegebenheiten vor Ort. „Wir haben uns schon vor der Veranstaltung inoffiziell nach einem möglichen Termin im nächsten Jahr erkundigt“, verrät die Organisatorin Annette Gasper. „Nur für ein Jahr würde sich der Aufwand gar nicht lohnen.“

Hinter Gasper und ihrem Team liegen rund acht Monate Vorbereitungszeit. Vor Ort waren sie seit Donnerstag. Von den Spuren des erfolgreichen ersten Triathlons mit über 400 Startern zeugte am späten Montagvormittag aber lediglich noch ein Lastwagen mit Material auf dem Kelterplatz. „Müde, aber sehr, sehr zufrieden“, fasst Gasper ihre Stimmung tags darauf zusammen. Die Mühlacker Vereine, von denen es vielfältige Unterstützung gab, seien allesamt „Weltklasse“ gewesen, lobt die Organisatorin, und die große Zuschauerkulisse habe sie überrascht. Die Fans seien mit ihren Athleten von Station zu Station gezogen und hätten sich am Ende alle auf dem Kelterplatz wiedergetroffen.

Das große Interesse hat auch der Musikverein, der sich um die Bewirtung der Zuschauer kümmerte, zu spüren bekommen. Mehrmals musste sich das Helferteam um Nachschub bei Grillgut und Getränken bemühen. Zu den möglichen Nachbesserungen gehört aus Sicht eines sehr zufriedenen Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Sailer eine verstärkte Werbung für den Auftakt am Samstagabend. „Aber das war dieses Jahr auch einfach zu kurzfristig.“ Ihm habe besonders das Zusammenspiel von musisch-kultureller und sportlicher Veranstaltung gefallen, die es in dieser engen Verknüpfung nicht oft gebe.

Kritische Stimmen gab es, was die Verkehrsführung betrifft, und das bezieht sich nicht allein auf die Tatsache, dass den Dürrmenzern für die Dauer des Wettkampfs nur ein Schleichweg blieb. „Ich meine“, sagte der Leiter der städtischen Verkehrsbehörde, Joachim Woesner, „das ist angesichts einer solchen Großveranstaltung mit einzigartigem Charakter in der Umgebung im Sinne der Allgemeinheit für wenige Stunden zu verschmerzen.“ Einige betroffene Dürrmenzer, die zum Beispiel eine Familienfeier auf einem Grundstück planten, hätten sich im Vorfeld im Rathaus gemeldet und sich in netter und konstruktiver Form über mögliche Lösungen abgestimmt – eine Variante, die Woesner für die Zukunft ausdrücklich allen ans Herz legt.

Was die Verkehrsführung und die Ampelschaltung auf der B10 betrifft, verweist der stellvertretende Leiter des Bürger- und Ordnungsamts auf die Zwänge. Während der Verkehr aus Richtung Illingen wie gewohnt durch die Stadt floss, war zwischen 11 und 14 Uhr in der Gegenrichtung ein Teilstück für die Triathlon-Radstrecke gesperrt. Rückstaus gab es aus Richtung Pforzheim am Abzweig zur Ötisheimer Straße, wo der Verkehr – bei einer bekannt kurzen Ampelschaltung – in Richtung Ziegeleistraße umgeleitet wurde. Das Ampelprogramm extra zu ändern, gibt Woesner zu bedenken, sei nicht nur kompliziert, sondern auch mehrere Tausend Euro teuer. Außerdem würde dadurch der Gegenverkehr aus Richtung Illingen ausgebremst. Eine Überlegung sei, bereits freitags zusätzliche größere Hinweisschilder in der näheren Umgebung – wie in Ötisheim und Niefern – zu platzieren, um auf den bevorstehenden Triathlon und die damit verbundenen Behinderungen hinzuweisen.

Mit der Frage, was noch besser werden könnte, beschäftigt sich derweil auch Annette Gasper. So soll die „Triathlon-Messe“, die nur aus einem Händler bestand, der in kürzester Zeit fünf Triathlon-Anzüge verkauft habe, erweitert werden. „In Mühlacker gibt es kein Geschäft, das sich darauf spezialisiert hat“, macht Gasper deutlich, dass weitere Teilnehmer von außerhalb keine Konkurrenz bedeuteten. Soll es das Angebot künftig auch sonntags, im Rahmen des eigentlichen Triathlons, geben, müssten die Organisatoren einen Markt anmelden, für den sie wiederum mindestens sechs Teilnehmer benötigen.

Neben dem Veranstalter sind bei einer Neuauflage auch die Sponsoren wieder mit im Boot. „Wir werden mit Freude dabei sein und wollen auch wieder eine eigene Mannschaft stellen“, sagte der scheidende Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Meeh, der sich begeistert zeigt von der Resonanz auf die „werbewirksame“ Veranstaltung und, wie alle Beteiligten, die gute Organisation lobt. Nächstes Jahr, kündigt er an, werde er selbst beim Triathlon starten: „Das habe ich dem Initiator der Veranstaltung, Matthias Flaig, versprochen.“

„Volksbank Triathlon powered bei Stadtwerke Mühlacker“ – an dieser namensgebenden Kombination soll sich nichts ändern. „Alle meine Erwartungen wurden übertroffen“, schwärmt als Vertreter des Hauptsponsors, der Volksbank Pforzheim, Vorstand Fritz Schäfer. „Das Feedback der Sportler war hervorragend, und hervorragend war auch, wie die Stadt und die Vereine mitgezogen haben.“ Besonders beeindruckt habe ihn der Zuschauerzuspruch. „Die Volksbank ist auch die nächsten Jahre mit von der Partie, diese Zusage kann ich fest machen. Ich möchte, dass das eine langfristige Sache bleibt.“

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