Streudienste fühlen sich bestens gerüstet

Bauhof Mühlacker hat tonnenweise Salz auf Vorrat

Von Theresa Mammel Erstellt: 11. Januar 2019, 00:00 Uhr
Streudienste fühlen sich bestens gerüstet Einsatzbereit: Auch wenn die Region von Schneemassen wie in Bayern weit entfernt ist, musste der städtische Bauhof in Mühlacker in den vergangenen Tagen mehrfach ausrücken. Foto: Fotomoment

Mühlacker. Im Vergleich zu vielen Regionen in Bayern gestaltet sich der Wintereinbruch im Enzkreis bislang undramatisch. Während die Nachbarn im Schnee versinken, beschränkte sich hierzulande der weiße Niederschlag – Stand Donnerstagnachmittag – zumeist auf dünne Flocken, die sich meist schnell wieder in Wasser verwandelten. Dennoch heißt es für den städtischen Bauhof, mit seinen Räumfahrzeugen jederzeit in den Startlöchern zu stehen, können doch schon bei geringem Schneefall die Straßen zu einer spiegelglatten Gefahr für Autofahrer werden.

„Am Mittwoch waren wir ab 15.30 Uhr mit zehn Räumfahrzeugen im Einsatz, und auch am Donnerstag haben neun Fahrzeuge für geräumte Straßen in Mühlacker gesorgt“, schildert Markus Baur vom Bauhof die jüngsten Einsätze. Für diesen Winter hat seine Mannschaft im Übrigen gründlich vorgesorgt, wie Baur berichtet: „Wir haben im Moment schätzungsweise noch sechs- bis siebentausend Tonnen Salz auf Vorrat.“ Was ganz danach klingt, als dürfte Frau Holle gerne noch fleißiger sein.

Allerdings ist zu viel Streusalz aus ökologischen Gründen verpönt. „Wenn möglich“, so Baurs Rat an Privatleute, „sollte die Schneeglätte lieber mit sanfteren Mitteln bekämpft werden. Streusplitt ist eine gute Alternative, um Einfahrten und Gehwege zu streuen, ohne dabei Umwelt und Tiere zu belasten.“ Auf Straßen könne man auf das Salz nicht verzichten, da der Splitt zu Schäden an Autos führen könne.

Ob Salz oder Splitt – solange der Schnee mit Räumfahrzeugen beseitigt werden kann, ist die Region auf der sicheren Seite. Aber was, wenn ähnliche Schneefälle wie in Bayern über die Region hereinbrechen würden? „Das wäre das totale Chaos“, stellt Baur nüchtern fest. „In bergnahen Regionen ist man in gewissem Maß auf größere Schneemassen eingestellt und dementsprechend ausgerüstet, und trotzdem kann es schnell schwierig werden. Wir haben hier weder Schneefräsen, noch große Radlader, mit denen wir den Schnee abtransportieren könnten. In so einem Fall wären wir auch auf Mithilfe angewiesen.“

Von daher, so scheint’s, können Mühlacker und der Enzkreis mit ihrer dünnen Schneedecke doch ganz zufrieden sein.

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