Stadthalle: Einweihung im Jahr 2025?

Gemeinderat befasst sich mit dem weiteren Verfahren – Verwaltung will privaten Projektentwickler

Von Thomas Eier Erstellt: 18. Februar 2019, 00:00 Uhr
Stadthalle: Einweihung im Jahr 2025? •Für den Mühlehof-Standort wird eine attraktive Nachfolgelösung gesucht – und das nach Möglichkeit ohne Haken. Foto: Fotomoment

Mühlacker. In seiner Sondersitzung, in der die weiteren Schritte auf dem Weg zu einer neuen Stadthalle diskutiert werden sollen, wird sich der Mühlacker Gemeinderat am Dienstag nicht nur mit den Anforderungen an den Saal beschäftigen, sondern auch mit der Frage, wer das Projekt in den nächsten Jahren umsetzen soll. Die Stadtverwaltung würde das Vorhaben gerne einem externen Projektentwickler übertragen. Außerdem soll – befristet auf fünf Jahre mit der Option auf Verlängerung – eine weitere Vollzeitstelle in der Hochbau-Abteilung geschaffen werden.

Die derzeitigen personellen Kapazitäten, heißt es als Begründung in einer Stellungnahme an den Gemeinderat, reichten für ein Bauprojekt dieser Dimension nicht aus. Ein Büro für die Projektentwicklung und Projektsteuerung zu gewinnen, sei unabdingbar. Aufgabe der externen Experten wäre es, die Bürger und künftigen Veranstalter einzubinden und einen Architektenwettbewerb auf den Weg zu bringen. Außerdem würde das Fachbüro später den Bau überwachen. Dieser Auftrag hätte nach ersten Schätzungen einen Kostenumfang von einer halben Million Euro und müsste laut Verwaltung europaweit ausgeschrieben werden. Als Referenzen für die Wahl des Partners würden mehrjährige Erfahrungen mit mindestens drei vergleichbaren Projekten – Stadthalle, Theaterhaus, Mehrzweckhalle – vorgegeben.

Auch einen groben Zeitplan hat das zuständige Amt für Grundstücks- und Gebäudemanagement entworfen. Demnach könnte mit Hilfe eines Anwaltsbüros, das die Auswahl des geeigneten Büros begleiten soll, bis Herbst ein privater Partner gefunden sein, der sich im Oktober an die Arbeit macht und gemeinsam mit allen Beteiligten – Gemeinderat, Volkshochschule, Vereine, Veranstalter und Bürger – einen Grobentwurf für die neue Stadthalle als Grundlage für einen Architektenwettbewerb erarbeitet. Letzterer könnte nach den Vorstellungen im Rathaus bis August 2020 abgeschlossen sein, danach würden die Planer beauftragt. Den ersten Spatenstich hält die Verwaltung bis Dezember 2021 für realistisch, die Einweihung der neuen Stadthalle könnte 2025 gefeiert werden.

Über die terminlichen Fragen hinaus will sich der Gemeinderat in der Schwerpunksitzung am Dienstag eingehender mit den Vorschlägen der Verwaltung zum grundlegenden Charakter einer neuen Halle beschäftigen, die kurz vor Weihnachten erstmals präsentiert worden waren. Ins Auge gefasst ist eine solide Stadthalle ohne überflüssigen Schnickschnack, die nach dem Ansatz des Amts für Bildung und Kultur auch nicht offensiv als Messe- und Tagungszentrum vermarktet werden soll. Stattdessen soll sie in erster Linie dazu dienen, den Bedarf vor Ort – für das Programm der Volkshochschule und Veranstaltungen von Vereinen und Schulen – zu decken und bekannte Veranstaltungen wie die Gottlob-Frick-Gala und die Zaubergala, die nach Ötisheim und lllingen ausgewichen sind, zurückzugewinnen. Es sei nicht damit zu rechnen, vermutet das Fachamt, dass die Halle auf dem überregionalen Markt nachgefragt werde, so dass sich das Programm auf etwa 50 bis 60 Veranstaltungen im Jahr beschränken werde. Vorgeschlagen wird ein unterteilbarer Saal für 800 Besucher, der um das Foyer mit weiteren 200 Plätzen erweitert werden kann. Nach diesem ersten Konzept würde auf die Möglichkeit, die Besucherreihen abzustufen, verzichtet werden.

In einer Leserumfrage unserer Zeitung, die sich mit der künftigen Programmgestaltung befasste, waren – auch im Vergleich zum ebenen Uhlandbau-Saal, der derzeit als Übergangslösung dient – ausfahrbare Podeste für abgestufte Sitzreihen ausdrücklich gewünscht worden. Im Übrigen legten die fast 300 Teilnehmer der Umfrage einen inhaltlichen Schwerpunkt auf Konzerte regionaler Livebands, die im Mühlehof – abgesehen von einer einmaligen Auflage des X-mas-Rock mit dem „Holztrio“ 2010 – kaum stattgefunden hatten. Grundsätzlich votierten die Teilnehmer für ein möglichst breitgefächertes, vielfältiges Programm mit Musik, Theater, Kabarett und Vereinsveranstaltungen.

Thomas Eier

Redaktionsleiter E-Mail: redaktion@muehlacker-tagblatt.de Telefon: (07041) 805-27

Thomas.Eier@muehlacker-tagblatt.de

Weiterlesen

Patrick Meier gibt Solokonzert

Mühlacker (pm). Am Sonntag, 26. Mai, wird der zehnjährige Patrick Meier ein Solokonzert in der Musik- und Kunstschule Glock in Mühlacker geben. Beginn ist um 16 Uhr an SIE MÖCHTEN… »