Stadt stockt ihre E-Flotte kräftig auf

Fördermittel helfen bei der Investition in weitere elf Fahrzeuge mit Elektroantrieb inklusive Transporter und Radlader für den Bauhof

Von Norbert Kollros Erstellt: 17. Dezember 2019, 00:00 Uhr
Stadt stockt ihre E-Flotte kräftig auf Freude in Mühlacker über eine deutlich aufgestockte Flotte städtischer Elektrofahrzeuge: Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum und Oberbürgermeister Frank Schneider (2. und 3.v.li.) mit den Stadträten Veit Kibele (FDP), Günter Bächle (CDU), Jürgen Metzger (SPD) und Klemens Köberle (LMU) sowie Bürgermeister Winfried Abicht (v.li.). Foto: Kollros

Die Stadt Mühlacker hat die Flotte ihrer Fahrzeuge mit umweltfreundlichem Elektroantrieb um weitere acht „Stromer“ auf elf Modelle aufgestockt.

Mühlacker. Für Oberbürgermeister Frank Schneider sind die Investitionen in einen abgasfreien Fuhrpark „ein weiterer wichtiger Baustein, um den Straßenverkehr in Mühlacker klima- und umweltfreundlich zu machen“. Weitere solche Beiträge seien der Ausbau der Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet, aktuell gebe es zwölf Ladestationen in der Stadt.

Bei der Präsentation der sechs Pkws, eines Kleintransporters und eines Radladers für den Bauhof am Montagmorgen war nicht nur die lokale Politik präsent mit den beiden Rathausspitzen und vier Fraktionsvorsitzenden, auch der Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum nahm sich Zeit, und dies aus naheliegendem Grund: Die neue Stromer-Flotte wurde im Rahmen des Sofortprogramms „Saubere Luft 2017 – 2020“ durch das Bundesverkehrsministerium gefördert, und dies mit einem 90-prozentigen Zuschuss für die Mehrkosten bei einem Elektroauto gegenüber einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. So konnte die Stadt über 310000 Euro einstreichen, wobei in diesem Beschaffungspaket noch eine elektrische Kehrmaschine enthalten ist, die jedoch aufgrund einer sehr langen Lieferzeit erst etwa in einem Dreivierteljahr zum Einsatz kommen wird.

Der Abgeordnete Krichbaum wies auf den Hintergrund des Programms hin, das aufgelegt worden sei, um die in vielen Städten und Regionen zu hohen Stickoxidbelastungen zu minimieren. Insgesamt ist das Förderprogramm mit 1,5 Milliarden Euro ausgestattet, wobei auf die Elektromobilität rund die Hälfte entfällt. Weitere 500 Millionen stünden bundesweit für begleitende Maßnahmen, etwa den Ausbau der Elektroinfrastruktur zur Verfügung, auch hieraus seien für Mühlacker rund 40000 Euro zugesagt.

Krichbaum wagte, was die technischen Möglichkeiten betrifft, um den Schadstoffausstoß durch den Verkehr in Städten nachhaltig zu senken und die gesetzten Klimaziele zu erreichen, einen Ausblick auf die Zukunft. Das Stichwort, so der CDU-Bundestagsabgeordnete, laute für ihn Wasserstoffantrieb. Der Nachteil sei allerdings aktuell, dass man von einer flächendeckenden Versorgung mit Wasserstofftankstellen noch weit entfernt sei. Laut einer im Internet einsehbaren Statistik liege die Zahl solcher Zapfstellen bei bundesweit erst knapp über 70, stellte Krichbaum fest. Die einzige Station in der Region befindet sich derzeit in Pforzheim im Gebiet Buchbusch/Amazon.

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