Stadt prüft Standort für Sporthalle

Mauer am Gehweg der Schillerstraße ist nicht gegründet – Sanierung vorgesehen

Von Thomas Sadler Erstellt: 30. April 2013, 03:00 Uhr
Stadt prüft Standort für Sporthalle Untersuchungen zeigen, dass die Mauer, die den Gehweg an der Schillerstraße hält, nicht gegründet ist, weshalb der Bürgersteig sich „bewegt“. OB Frank Schneider, Amtsleiter Konrad Teufel und Geologe Georg Hils (v. re.) machen sich vor Ort ein Bild vom Zustand des Sporthallengeländes. Foto: Sadler.

Mühlacker. Im April nächsten Jahres soll der Bau einer neuen Sporthalle auf dem Mühlacker Goldshalde-Areal unterhalb der Schillerstraße starten. Bis dahin müssen allerdings noch einige Hürden genommen, sprich, Untersuchungen vorgenommen werden. Gute Zwischenbilanz: Nach dem aktuellen Kenntnisstand der Stadtverwaltung steht dem Projekt nichts im Wege. Jedoch deutet sich, wie am Montag bekannt wurde, die Notwendigkeit an, die den Gehweg an der Schillerstraße stützende Mauer zu sanieren.

Was die Erkundungsmaßnahmen angeht, gilt es zum einen, den Boden des Geländes auf die Tragfähigkeit zu überprüfen, womit bereits begonnen worden ist. Ein Gutachten dazu erwartet die Stadtverwaltung bis Ende April des laufenden Jahres. Darüber hinaus wird die Fläche mit Hilfe von Luftbildaufnahmen auf etwaige Bombenüberbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg überprüft und außerdem im Hinblick auf mögliche Altlasten unter die Lupe genommen. Allerdings rechnet die Verwaltung „mit keinen größeren Schadstoffbelastungen“ auf dem einstigen Betriebsgelände, wo in der Vergangenheit die Firmen Emrich und Schuler angesiedelt waren. Was die Altlasten- und die Kampfmitteluntersuchungen angeht, wird jeweils im Mai mit Auswertungen gerechnet.

Die bis jetzt vorliegenden Erkenntnisse machen dem Vorhaben zum Glück keinen Strich durch die Rechnung. „Wir müssen nicht den ganzen Hang abfangen. Die Halle kann gebaut werden“, meinte Oberbürgermeister Frank Schneider gestern mit Blick auf die Sicherheit. Und Konrad Teufel, Leiter des städtischen Grundstücks- und Gebäudemanagements, fügte hinzu: „Bautechnisch steht dem nichts entgegen.“

Teufel und Schneider hatten sich am Montag vor Ort ein Bild gemacht. Dabei hatten sie prompt „eine gute und eine schlechte Nachricht“ zu hören bekommen, wie OB Schneider anschließend vor der Presse sagte. Betroffen davon sind zwei Mauern, die vom Gehweg der Schillerstraße aus zu erkennen sind. Eine von ihnen steht direkt auf dem Goldshalde-Grundstück. „Die hält den Hang und ist gegründet“, so Schneider. Und damit stabil. So weit die positive Mitteilung. Die weniger erfreuliche: Eine zweite Mauer, nämlich die, welche den Gehweg hält, ist nicht gegründet, was die Folge hat, dass der Gehweg sich „bewegt“, so Teufel. Deshalb sei zu überlegen, ob die Gehwegmauer neu gebaut oder der Bürgersteig verbreitert wird bis zur unteren Mauer, die dann allerdings bis auf Gehwegniveau erhöht werden müsste. Angegangen werden sollten die Mauerarbeiten voraussichtlich 2014 im Zusammenhang mit den anstehenden Erschließungsmaßnahmen.

Was den Hallenbau im Detail angeht, ist derzeit noch einiges ungeklärt. So obliege es dem Gemeinderat, als Nächstes zu entscheiden, ob Schülern und Vereinen künftig eine Zwei- oder eine Drei-Feld-Halle zur Verfügung stehen wird. Die kleinere Variante koste wohl mindestens 3,5 Millionen Euro, die größere über vier Millionen Euro, schätzt Amtschef Teufel.

Ebenfalls noch festzulegen ist die Positionierung des Gebäudes, das auf einer Fläche errichtet wird, die die Stadt erst noch erwerben muss. Wahrscheinlicher sei eine Längsausrichtung parallel zur Schillerstraße, meint der OB. Dafür spreche, dass bei dieser Lage mehr Abstand zwischen Halle und benachbarter Wohnbebauung liege, begründet Teufel die Überlegung.

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