Stadt begründet Standgebühr

Verwaltung bringt sich mit „fünfstelligem Betrag“ beim Mühlacker Straßenfest ein

Von Ramona Deeg Erstellt: 11. September 2018, 00:00 Uhr
Stadt begründet Standgebühr Beim Straßenfest ist das Engagement von vielen Helfern gefragt. Foto: Stahlfeld

Mühlacker. Die Besucher mögen „ihr“ Straßenfest und gehen gerne hin – diese Beobachtung hat Karin Lutz, Vorsitzende des TV Mühlacker am Wochenende gemacht.

„Es wurde sich auch viel darüber unterhalten, was man in Zukunft vielleicht anders machen kann“, erzählt sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Schließlich hätten viele Besucher im Vorfeld mitbekommen, dass es für manche Vereine schwer ist, genügend Helfer zu finden (wir berichteten). Dieses Problem hatte der Turnverein in diesem Jahr nicht. „Bei uns hat eine junge Gruppe von sieben Frauen die Organisation für das Straßenfest übernommen“, berichtet die Vorsitzende. Die Suche nach Helfern sei in diesem Jahr vergleichsmäßig problemlos über die Bühne gegangen, obwohl angesichts von über sieben Schichten mit je 15 Helfern sowie Auf- und Abbau über 100 Leute gefordert waren. „Manche haben sich auch mehrmals eingebracht“, so Lutz, die über die vielen helfenden Hände sehr dankbar ist.

„Es ist eine schöne Möglichkeit, sich auch einmal außerhalb der klassischen Vereinsarbeit zu treffen“, erklärt Lutz, der finanzielle Erlös sei aufgrund des enormen Aufwands, den der Turnverein rund um den Pavillon der Musikschule Gutmann betreibt – unter anderem mit Livemusik am Samstagabend –, überschaubar.

Die Turnvereinsvorsitzende regt an, dass man mit allen Beteiligten schnell in Gespräche kommt, um das Straßenfestkonzept an der ein oder anderen Stellschraube zu optimieren. So könnte ihrer Meinung nach der Maulbeerbaumplatz besser genutzt werden. „Hier könnten sich vielleicht Initiativen oder kleine Vereine vorstellen“, schwebt ihr vor. Das sei dann – so ihre Hoffnung – auch für Vereine ein Anreiz, die aufgrund einer geringeren Mitgliederzahl den großen Aufwand scheuen. Auch Kunsthandwerker könnte sie sich als Ergänzung auf der Mühlacker Seite gut vorstellen. „Vielleicht wäre es auch ein Anreiz für Vereine“, denkt Karin Lutz laut nach, „wenn die Stadt die Standgebühr verringert oder ganz aussetzt.“

Die Standgebühr in Höhe von 250 Euro wird für Vereine fällig, die beim Straßenfest Umsatz generieren. „Das ist bei Weitem aber nicht kostendeckend“, erklärt Petra Mauser, seitens der Verwaltung für das Fest zuständig, mit Blick auf die fünfstellige Summe, die die Stadt Jahr um Jahr für das Straßenfest aufbringt. Darunter würden sowohl die Toilettenhäuschen samt Personal, die Müllcontainer, die Absperrungen als auch die Ortseingangsschilder und die Werbung fallen. Auch für die Salutschüsse zur Festeröffnung komme man finanziell auf. „Wir übernehmen auch die GEMA-Gebühren“, erklärt Mauser, „und das ist nicht wenig.“ Eine Gebührenstaffelung gebe es keine, aber wer im ersten Jahr mit einem Verkaufsstand dabei ist oder nach einer Straßenfestpause wieder einsteigt, zahle nur die Hälfte. Generell sehe man diesen Betrag „eher symbolisch“. Die Tagesmütter, die Kinderschminken anbieten, und die Jugendfeuerwehr etwa hätten keine Standgebühr bezahlt.

Belohnt wurden alle beim Straßenfest Engagierten dieses Jahr nicht nur mit dem schon bei der Eröffnung vom Oberbürgermeister erwähnten „Dürrmenzer Festwetter“, sondern auch mit einer ausgesprochen friedlichen Veranstaltung ohne nennenswerte Zwischenfälle, wie Ordnungsamtsleiter Ulrich Saur mitteilt.

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