Spatenstich für neue Feuerwache

Das nächste Großprojekt der Stadt Mühlacker, der Bau einer neuen Hauptfeuerwache, beginnt nun offiziell

Von Norbert Kollros Erstellt: 16. Oktober 2017, 00:00 Uhr
Spatenstich für neue Feuerwache Große Vorfreude beim symbolischen Spatenstich für eine neue Feuerwache am Senderhang in Mühlacker bei Kommunal- und Landespolitikern sowie Feuerwehr-Angehörigen. Foto: Kollros

Das Bauschild steht, auf einigen Quadratmetern wurde schon der Mutterboden beiseite geschoben, und am Samstag war der symbolische erste Spatenstich – mit zehn roten Schaufeln, farblich passend zum künftigen Objekt, der neuen Hauptfeuerwache in Mühlacker.

Mit einem Anteil von rund 9,5 Prozent beteiligt sich das Land an den auf 8,4 Millionen Euro prognostizierten Baukosten für die neue Feuerwache in Mühlacker, erläuterten Landrat-Vize Wolfgang Herz (re. im Vordergrund) und Oberbürgermeister Frank Schneider.Mit einem Anteil von rund 9,5 Prozent beteiligt sich das Land an den auf 8,4 Millionen Euro prognostizierten Baukosten für die neue Feuerwache in Mühlacker, erläuterten Landrat-Vize Wolfgang Herz (re. im Vordergrund) und Oberbürgermeister Frank Schneider.

Mühlacker. 8,4 Millionen Euro investiert die Stadt östlich der Senderhang-Bebauung als Ersatz für die weit über 50 Jahre alte Wache an der Rappstraße.

Ein leicht abschüssiges Ackergrundstück entlang der Senderstraße und zwischen Bundesstraße 10 und dem Schlüsselweg gelegen haben Verwaltung und Gemeinderat im Benehmen mit dem Feuerwehrausschuss nach langen Diskussionen als Standort favorisiert, und Oberbürgermeister Frank Schneider äußerte sich auch beim Spatenstich wieder überzeugt, den „besten unter den denkbaren“, also den „richtigen Ort“ ausgewählt zu haben.

Ausdrücklich dankte er dem Gemeinderat, die Millionen genehmigt zu haben, aber auch dem Landkreis in Person des Kreisbrandmeisters Christian Spielvogel, der die Landeszuschüsse nach Mühlacker lenkte. Exakt 774000 Euro, wie nachher Wolfgang Herz, Erster Landesbeamter und Landratvize im Enzkreis, präzisierte. Immerhin seien dies 70 Prozent der Fördermittel, die im laufenden Jahr fürs Feuerwehrwesen in den Enzkreis flössen. Anerkennend bemerkte Enzkreis-Dezernent Herz freilich auch, dass sich die Stadt einen Architekten-Wettbewerb geleistet habe, denn bei einem solchen „anspruchsvollen Projekt“ sollten stets die besten Ideen umgesetzt werden. Und da passte es für den zweiten Mann aus der Kreisverwaltung auch, dass an diesem Samstagmorgen die Sonne mit allen Beteiligten quasi um die Wette strahlte: „Dies hat das Ereignis auch verdient“.

Oberbürgermeister Frank Schneider meinte noch, gemeinsam alles dafür zu tun, um bei der Realisierung des Vorhabens den Kosten- und Zeitplan einzuhalten. Er spielte damit auf die erst vergangene Woche bekannt gewordene Kostenerhöhung bei den Erdarbeiten um fast die Hälfte auf knapp 650000 Euro an, was im Rat der Stadt für einige Verstimmung gesorgt hatte. Schneider fügte hinzu, dass der Kostenrahmen schließlich auch beim Bau der Sporthalle eingehalten worden sei, einem Projekt in ähnlicher Größenordnung. Architekt Tim Feigenbutz (Karlsruhe) wird in den Reihen der Zaungäste den Wink verstanden haben.

Zum Spatenstich angerückt war auch eine große Zahl aktiver Feuerwehr-Angehöriger sowie Mitglieder der Altersabteilung und der Jugendfeuerwehr. Schließlich sei eine neue Feuerwache auch die beste Werbung für den Feuerwehr-Nachwuchs. In Zivil hatte sich auch der neue Kommandant Philipp Baumann unter seine Floriansjünger und -frauen gemischt. Zugegen waren nebst etlichen Stadträten auch die Landtagsabgeordneten des Enzkreises Professor Erik Schweickert (FDP) und Bernd Gögel (AfD).

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