Sitzbänke sollen Plätze aufwerten

Verschönerungsverein Mühlacker stellt bei seiner Jahreshauptversammlung ein neues Crowdfunding-Konzept vor

Von Ulrike Stahlfeld Erstellt: 5. April 2019, 00:00 Uhr
Sitzbänke sollen Plätze aufwerten Ein bewährtes Team: die alte und neue Vorstandschaft des Verschönerungsvereins Mühlacker mit Sabine Maier (v.li.), Ewald Scheytt, Natascha Blattner, Johanna Maier, Dorothea Brandauer, Frederic Roller, Armin Dauner, Veit Kibele, Winfried Abicht und Albrecht Münzmay.Foto: Stahlfeld

Mit einer Crowdfunding-Aktion will der Verschönerungsverein Mühlacker neue Sitzmöglichkeiten schaffen. Wie das gehen soll, das wurde am Mittwoch bei der Jahreshauptversammlung erklärt.

Mühlacker. Es gibt in Mühlacker und den Stadtteilen sicherlich den einen oder anderen Platz, der mit einer Sitzbank aufgewertet werden könnte, so die Meinung der Verantwortlichen des Verschönerungsvereins. Das Problem sind allerdings die Kosten. Die Lösung könnte eine Crowdfunding-Aktion sein, die am Mittwochabend vom Vorsitzenden Veit Kibele und dem Beirat Armin Dauner vorgestellt wurde: Dafür sollen die Bürger Geld spenden und so den Kauf einer Bank im Wert von rund 400 Euro ermöglichen. Als Dank legt der Verein nochmals dieselbe Summe drauf und finanziert die Anschaffung einer weiteren Sitzgelegenheit. Umgesetzt werden soll die Idee noch im Laufe des Jahres.

Die Spenden, die nötig sind, könnten bei Festen gesammelt werden. Als ein Beispiel nannte Armin Dauner das Fischerfest in Mühlhausen. Auch auf der Internetseite des Vereins soll es künftig Informationen über die Möglichkeit zum Spenden geben. Die Bürger könnten auch Standorte vorschlagen, wo Sitzgelegenheiten fehlten, so Dauner bei der Versammlung im Gasthof „Zur Blume“. Seiner Meinung nach fehlten etwa am Wullesee Bänke.

Die geplante Aktion des Verschönerungsvereins ist indes nicht ganz uneigennützig. Wie Veit Kibele erklärte, sei die Öffentlichkeitsarbeit und die damit verbundene Mitgliedergewinnung ein Thema, das den Verein und seine 83 Mitglieder in diesem Jahr beschäftige. Vor allem auch jüngere Mitglieder fehlten: „Wir müssen ein breiteres Publikum erreichen.“

Als weitere Projekte steht zunächst ganz aktuell in 2019 die Präsentation einer neuen Broschüre mit einer Auflage von 5000 Stück zur Eröffnung der Burgsaison am kommenden Sonntag an. Der Verschönerungsverein übernahm die Grafikkosten in Höhe von 2000 Euro. Der Druck wird von der Volkshochschule finanziert.

Die Aufstellung zweier Bänke im Arboretum in den Burganlagen sowie die Mitgestaltung des Denkpfads, ebenfalls bei der Burgruine, stehen laut Kibele ebenfalls in 2019 an. Schriftführer Ewald Scheytt habe zwölf Fragen erstellt, die auf dem Denkpfad zu lösen sind. Die Lösungen wiederum seien auf der Webseite des Verschönerungsvereins zu finden.

„Ein Blick auf die Homepage lohnt sich immer“, so der Vorsitzende weiter. Ewald Scheytt pflege die Seite und stelle unter anderem Bilder von historischen Postkarten ein. Der Erwerb der Postkartensammlung ab 1897 bis heute von Irene und Wolfgang Lichtner sei 2018 eines der bedeutenden Ereignisse gewesen, sagte Kibele. Es gebe Überlegungen, die historischen Dokumente in einer Ausstellung zu zeigen. Aktuell befinde sich die Sammlung als Dauerleihgabe im Stadtarchiv, wo sie nach Terminabsprache mit Archivarin Marlis Lippik eingesehen werden könne. Man überlege, die Sammlung der Stadt Mühlacker zum 100. Geburtstag zu schenken.

Kibele wird die nächsten drei Jahre an der Spitze des Vereins stehen. Er und die engere Vorstandschaft wurden in den Ämtern bestätigt: Der zweite Vorsitzende Albrecht Münzmay, die Kassiererin Dorothea Brandauer und Schriftführer Ewald Scheytt sind demnach weiterhin dabei. Auch die Beisitzer Winfried Abicht, Natascha Blattner, Armin Dauner, Frederic Roller, Sabine Maier und Johanna Maier wurden wieder gewählt. Beisitzer Thomas Hertzke war nicht mehr zu Wiederwahl angetreten. Bestätigt wurden ebenfalls die Kassenprüfer Ellen de Witte und Uwe Kessler.

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