Senderbild wird Foto des Jahres

Alle Stimmzettel bei der Wahl zum Foto des Jahres sind ausgewertet – Knappes Rennen um den Sieg

Von Frank Goertz Erstellt: 18. Januar 2020, 01:00 Uhr
Senderbild wird Foto des Jahres Platz 1: Senderdämmerung: Das Wahrzeichen der Stadt lässt keinen kalt. Der SWR will den Sender abreißen, andere lassen nichts unversucht, ihn zu retten. Wahrscheinlich fällt in diesem Jahr die Entscheidung.

Die Wahl zum Foto des Jahres ist entschieden. Dabei ist es diesmal außergewöhnlich eng zugegangen. Ganz oben in der Gunst unserer Leser stand am Ende ein Bild unseres Lesers Christian Hauska, das es vielleicht so in naher Zukunft nicht mehr geben wird, gefolgt von zwei tierischen Motiven.

Götterdämmerung oder vielleicht doch ein Hoffnungsschimmer am Horizont ? Der Betrachter kann die Bildsprache des Senderfotos, das uns Christian Hauska im Rahmen unserer beliebten Jahreszeitenserie im Herbst 2019 geschickt hat, interpretieren, wie er will. Wobei es wohl auf den Standpunkt ankommen dürfte. Ob die lange Nadel fällt oder als Denkmal auch künftige Generationen an die Sender- und letzten Endes die Stadtgeschichte Mühlacker erinnern soll, an dieser Frage scheiden sich die Geister. Aber in einem Punkt sind sie dann doch wieder vereint: Die Senderdiskussion lässt keinen kalt. Und so ist es vielleicht auch kein Wunder, dass 51 Prozent unserer Leser das stimmungsvolle Senderfoto ganz oben auf der Liste ihrer drei Favoriten hatten und es bei der Wahl zum Foto des Jahres an die Spitze katapultieren.

Mit dem diesjährigen Gewinner endet übrigens eine Ära. In den Jahren zuvor waren es immer Bilder mit Tiermotiven, die ganz oben in der Lesergunst standen. Angefangen vom Frosch (2019), der an einer Leine ganz nach oben krabbelt,  über den Storch im Anflug (2018) und der Schnecke, die sich im Wasser spiegelt (2017): Bei der Wahl zum Foto des Jahres gilt die alte Journalistenweisheit „Tiere gehen immer“ uneingeschränkt. Dass die Schweine, die unserer Redakteurin Joy Garcia Oliver bei der Arbeit für ein Portrait über einen Biohof in der Musterregion Enzkreis tief in die Augen geschaut haben, mit 45,6 Prozent auf Platz zwei landen, ist keine wirkliche Überraschung.

Den Schweinen folgt eine Meise: 38,1 Prozent unserer Leser hatten das gefiederte Jahreszeitenbild von Reinhold Hill auf dem Zettel und lassen es auf Platz drei flattern.Wobei die Abstände auf den ersten Plätzen so eng wie noch nie waren.

Am Ende verfehlte das Sportfoto des biegsamen Turners am Barren, das Hans-Jürgen Britsch von der Agentur Baumann eingefangen hat, nur knapp einen Podestplatz und landet mit 34,7 Prozent auf Platz vier. Fotograf Britsch kann es wahrscheinlich verkraften, denn immerhin ist sein Bild vom „kicker“ und dem Verband Deutscher Sportjournalisten beim Wettbewerb zum Sportfoto des Jahres in der Kategorie „Sport allgemein Action“ auf den ersten Platz gewählt worden.

Stimmungsvoll statt sportlich: Von der Poesie des Bildes unseres Fotografen Volker „Fotomoment“ Henkel, das beim Sonnwendfeuer in Enzberg entstanden ist, lassen sich 21,8 Prozent unserer Leser anstecken und wählen es auf Platz fünf.

Zurück zum Sport: Der Weitspringer trifft den Balken auf den richtigen Punkt, unsere Mitarbeiterin Sofie Bloß den Auslöser und den Fokus. Keine Frage des Glücks, sondern des Timings und der Perspektive. Völlig verdient landet das Bild mit 21,1 Prozent Zustimmung auf Platz sechs.

Starke Frau: Jule Janson wollte nach dem Abitur etwas Praktisches machen – und ist am Ende ihrer Ausbildung Bundessiegerin der Stahl- und Betonbauer geworden. Beeindruckt ist auch unser Redakteur Maik Disselhoff, der die junge Frau portraitiert hat. Ihr Bild von der Baustelle rangiert mit 16,3 Prozent auf Rang sieben.

Völlig ausgepumpt liegt Sebastian Kienle im Ziel des Ironman Hawaii. Lohn ist ein dritter Platz und die Gewissheit, alles, aber auch wirklich alles aus sich herausgeholt zu haben. Bei unserer Wahl zum Foto des Jahres landet das Triathlon-Motiv mit 12,2 Prozent auf Platz acht.

Von Hawaii in den heimischen Wald, dem der Klimawandel zu schaffen macht. Der junge Trieb, den Förster Dominik Saladin unserem Redaktionsmitglied Maik Disselhoff zeigt, ist dabei ein Symbol der Hoffnung, das mit 8,2 Prozent bei der Fotowahl auf Rang neun landet.

1380 Läufer haben 2019 beim Mahle-Lauf die Socken qualmen lassen – Teilnehmerrekord. Mit wie viel Freude sie  sich auf die Strecke gemacht haben, hat unsere Mitarbeiterin Ulrike Stahlfeld eingefangen. Lohn der Mühen: Bei der Fotowahl unserer Zeitung läuft das Bild mit 6,8 Prozent auf Rang zehn ins Ziel.

Wir bedanken uns bei allen Fotografen, vor allem den Lesern, die sich an der Jahreszeitenserie beteiligen. Ein Dank geht auch an die Teilnehmer der Wahl zum Foto des Jahres, unter denen wir Gutscheine von Buch Elser verlosen. Post bekommen in den nächsten Tagen die Gewinner Franz Pfitzner, Hanna Moser (beide Mühlacker) und Irmgard Fischer (Maulbronn).

Frank Goertz

Stellvertretender Redaktionsleiter E-Mail: redaktion@muehlacker-tagblatt.de Telefon: (07041) 805-27

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