Schule will mehr als Fakten vermitteln

134 Abiturienten des Theodor-Heuss-Gymnasiums erhalten ihre Abschlusszeugnisse – Engagement für Gemeinschaft würdigen

Von Ulrike Stahlfeld Erstellt: 30. Juni 2014, 00:00 Uhr
Schule will mehr als Fakten vermitteln Ehrenplätze für die diesjährigen Abiturienten des Theodor-Heuss-Gymnasiums Mühlacker bei der Verabschiedung im Mühlehof. Fotos: Stahlfeld

Bestnoten, vergessene Mitschüler und eine Tüte Chips zum Abschied: 134 Abiturientinnen und Abiturienten des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Mühlacker haben am Samstag ihre Abschlusszeugnisse überreicht bekommen. Das ist im Mühlehof ebenso festlich wie humorvoll gefeiert worden.

Mühlacker. Nur ein Schüler hatte die Abschlussprüfungen nicht bestanden, und so konnten 134 Abiturientinnen und Abiturienten feierlich in den Gottlob-Frick-Saal einziehen, um ein letztes Mal gemeinsam in den ersten Reihen Platz zu nehmen. Insgesamt hatten sie einen Notendurchschnitt von 2,5 erreicht. Mit einem Abitur von 1,1 durfte Lena Nadine Wiedmann aus Ötisheim als Jahrgangsbeste die Schule verlassen. Ebenfalls mit 1,1 schloss Anne-Marie Bührer ihr Abitur ab.

„Abitur heißt weggehen, abgehen. Wenn man von der Schule abgeht, nimmt man einiges mit“, sagte Schulleiter Thomas Mühlbayer den Abiturienten und wünschte ihnen Lebenszuversicht, Neugierde, Selbstbewusstsein und Standfestigkeit. Mühlbayer machte deutlich, dass die Schulzeit nicht nur dem Erwerb von Fähigkeiten und Kenntnissen diene. Viele engagierten sich für ihre Mitschüler in der Schülermitverantwortung, bei den Schulsanitätern, bei Feiern mit Menschen mit Behinderung, im Orchester, Chor oder in Theatergruppen. „Uns ist es schon immer wichtig gewesen, auch das Engagement für die Schule und die Gemeinschaft zu würdigen“, betonte Mühlbayer, dass deshalb neben Preisen und Belobigungen für gute Noten für diesen Einsatz Sonderpreise verliehen werden. Dieses Jahr gebe es sogar mehr Sonderpreise als Fachpreise.

Welche Kenntnisse jedoch sollte letztendlich ein Schüler mitnehmen? Mühlbayer räumte ein, dass das Faktenwissen mit der Zeit verblasse. Um sich jedoch eine fundierte Meinung bilden zu können, um mitreden und mitgestalten zu können, sei es notwendig, das Wissen ein Stück weit zu erhalten. Der Schulleiter: „Sonst bleibt nur Schweigen oder Polemik.“

„Während den bisherigen Lebensweg im Wesentlichen noch eure Eltern bestimmt haben, liegt es nun an euch, euren zukünftigen Lebensweg selbst zu bestimmen“, betonte Elternbeiratsvorsitzender Bruno Ziegler. Er wünschte sich, dass die Schulabgänger mit dem THG verbunden bleiben, und den Eltern legte er nahe, weiter Mitglied im Förderverein zu sein. Sein Dank galt auch seiner Stellvertreterin Tatjana Bross. „Ohne sie war Elternarbeit für mich undenkbar“, so Ziegler, der im Herbst nach vier Jahren als Vorsitzender des Elternbeirates ausscheiden möchte.

Ticket lösen, einsteigen und los ging sie, die Fahrt des Lebens: In ihrer Abi-Rede ließen Karina Göckler, Friederike Wetzel und Clemens Kitzberger die wichtigsten Stationen Revue passieren. Kindergarten, Grundschule und natürlich Gymnasium hießen die Haltestellen. Charmant, kreativ und locker – so charakterisierte das Trio den Abschlussjahrgang: „Das macht uns einzigartig.“ Wie sonst hätte man bei der Abifahrt zwei Mitschüler auf Mallorca vergessen können… Jetzt gelte es, den richtigen Zug ins Glück zu finden.

Kreativ, humorvoll und charmant dankten die Abiturienten auch ihren Lehrern der vergangenen Jahre. Zur Erinnerung aber gab es längst nicht nur Fotos und Blumen. Manchmal waren die Abschiedsgeschenke auch ganz persönlich und originell wie das alte Schulmäppchen, das Martin Witsch überreicht bekam. Und als Dank für die vielen Tipps gab es dann noch die Tüte Chips, bevor der Pädagoge zum Macarena-Tanz geladen wurde.

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