Regelwerk soll die Enzgärten schützen

Hinweisschilder machen auf Verhaltensregeln aufmerksam – Stadt ermahnt Hundehalter und schiebt Lagerfeuern einen Riegel vor

Erstellt: 15. Februar 2016, 09:02 Uhr

Jahr eins nach der Gartenschau: Spaziergänger, Radfahrer und Kinder tummeln sich im neuen Park links und rechts der Enz. Damit jeder auch in Zukunft Freude an einem Besuch in den Enzgärten hat, macht Ordnungsamtsleiter Ulrich Saur auf die geltenden Regeln aufmerksam.

Mühlacker. Hunde an die Leine, Kothaufen aufsammeln, kein offenes Feuer und Musik nur in der Lautstärke, dass sich andere nicht gestört fühlen: Die Regeln, die in den Enzgärten gelten, sind die, die auch in allen anderen Grünanlagen eingehalten werden müssen. Dabei handle es sich ohne weitere Verschärfung um die polizeiliche Umweltschutzverordnung, so der Ordnungsamtsleiter. Doch wie Saur einräumt, müsse in mancher Hinsicht die weitere Entwicklung im Auge behalten werden. Denn: Auf den Spielplätzen und der angrenzenden Wiese sind Hunde verboten. Wie es sich einspielt, wenn Eltern mit Kind und Hund das Gelände nutzen wollen, gelte es zu beobachten. Fakt ist: Nach geltenden Vorschriften dürfen die Hunde die Wiese nicht betreten.

Der Umgang mit Hunden im Gelände ist für Saur ein sehr wichtiges Thema, insbesondere, weil sich etwas geändert hat: Vor der Gartenschau hätten die Leute ihre Hunde „sauen lassen“, das sei nun verboten. „Manche Leute haben Angst vor Hunden“, sagt er. Deshalb gelte es, die Vierbeiner immer an der Leine zu haben.
Und noch ein Ärgernis soll sich nicht in den Enzgärten verbreiten: Hundekot in den Wiesen und im Enzvorland. „Auch diesen Sommer sollen Kinder im Wasser spielen können, ohne Gefahr zu laufen, danach in einen Haufen zu treten“, erklärt Saur. Dass Hundehalter eventuelle Häufchen aufsammeln, erachtet der Ordnungsamtsleiter als Selbstverständlichkeit.

Entsprechend ist es wenig verwunderlich, dass es bei Verstößen, die auffallen, keine Gelbe Karte, sondern sofort ein Bußgeld von mindestens 25 Euro gibt, wie Saur erklärt. Regelmäßig und zu verschiedenen Uhrzeiten sei der Gemeindevollzugsdienst auf Tour in den Enzgärten, um eventuelle Verstöße ahnden zu können. Bislang sei noch kein Hundehalter zur Kasse gebeten worden, so Saur.

Doch nicht nur Hundebesitzer müssen sich an Spielregeln halten, auch alle anderen Parknutzer dürfen nicht einfach tun und lassen, was ihnen gefällt. So gilt etwa: „Das Entzünden eines offenen Feuers ist untersagt.“ Sprich: Grillfeste an lauen Sommerabenden wird es keine geben. Ebenso wenig erwünscht sind das Anbringen von Graffiti oder das zu laute Aufdrehen der Musik. „Ton- oder Musikgeräte dürfen nur so benutzt werden, dass andere nicht erheblich belästigt werden“, heißt es wortwörtlich. Auch Graffitis hat die Verwaltung in den Enzgärten wie auch der restlichen Stadt den Kampf angesagt. „Wir versuchen sie immer schnellstmöglich zu entfernen“, sagt Saur. Insgesamt können die Regeln auf elf Schildern in den Enzgärten nachgelesen werden. Entlang der Spielplätze könnten noch weitere Schilder in den Rasen gesteckt werden, um das Hundeverbot zu verdeutlichen, so Saur. Im Großen und Ganzen seien in der Verordnung Dinge geregelt, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, fasst der Ordnungsamtsleiter zusammen.

Die Regeln in den Enzgärten im Überblick

1. Hunde müssen stets angeleint in den Enzgärten geführt werden. Dies gilt auch im Enzvorland sowohl auf Mühlacker als auch auf Dürrmenzer Seite.
2. Der Halter oder Führer eines Hundes hat dafür zu sorgen, dass dieser seine Notdurft nicht in den Enzgärten verrichtet. Dennoch dort abgelegter Hundekot ist vom Halter oder Führer des Hundes unverzüglich zu beseitigen. Ein entsprechender Tütenspender ist am Dammweg aufgestellt.
3. Auf den Kinderspielplätzen und auf der Liegewiese sind Hunde verboten.
4. Tauben, Nutrias, Enten und sonstige Wasservögel dürfen nicht gefüttert werden.
5. Bänke, Schilder, Einfriedungen und andere Einrichtungen dürfen nicht beschriftet, beklebt, beschmutzt oder entfernt werden.
6. Das Entzünden eines offenen Feuers ist untersagt.
7. Abfall ist in die bereitgestellten Abfallbehälter zu entsorgen.
8. Die Benutzung von Kraftfahrzeugen ist nicht erlaubt.
7. Ton- oder Musikgeräte dürfen nur so benutzt werden, dass andere nicht erheblich belästigt werden.

Zuwiderhandlungen werden mit einer Geldbuße geahndet.

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