Praxisbezogen

Mühlacker verbucht einen Erfolg im Kampf gegen den Hausärztemangel

Von Thomas Eier Erstellt: 7. Mai 2019, 09:26 Uhr

Die Nachricht, wonach die Zukunft einer renommierten Hausarztpraxis im besten Fall auf lange Sicht gesehen gesichert ist, ist heutzutage eine echte Erfolgsmeldung. Denn in Zeiten, in denen sich viele Mediziner vergeblich um Nachfolger bemühen, ist jeder Baustein für die hausärztliche Versorgung ein wichtiger Faktor für die Infrastruktur einer Stadt oder Gemeinde. Man frage nur nach bei den Patienten in Mühlacker, die durch die überraschende Schließung der Praxis Gerstmair medizinisch gesehen auf der Straße standen.

Die Praxis Dr. Haack wird dank der Partnerschaft mit den Bubeck-Praxen weiterbestehen, und die Aussichten, dass der Mediziner in absehbarer Zeit Verstärkung erhalten könnte, dürfte die Patienten ebenfalls freuen. Zusätzlich unterstrichen wird die Bedeutung solcher Weichenstellungen durch die Tatsache, dass im Konzept für den geplanten Büroturm am Mühlehof-Standort, der in den nächsten Jahren entstehen soll, neben Einrichtungen des Enzkreises und des Finanzamts auch eine neue Arztpraxis bereits fest im Raumprogramm verankert ist – mit 350 Quadratmetern entsprechend groß veranschlagt.

Vom Stammsitz Vaihingen aus spannen Namensgeber Dr. Jörg Bubeck und seine Partner mit der Einbindung der Praxis Haack ein Netz von mittlerweile sechs Standorten zwischen Besigheim und Mühlacker, und der – buchstäblich praxisnahe – Ansatz, den angestellten Ärzten die Bürokratie abzunehmen und ihnen überschaubare Arbeitszeiten zu garantieren, hat sich seit dem Startschuss 2007 offensichtlich gut bewährt. Das Modell Bubeck übernimmt dabei die strukturellen Vorzüge eines medizinischen Versorgungszentrums, umgesetzt allerdings in dezentraler Form in der Fläche. Auf diese Weise konnte 2016 schon die Praxis im 2000-Einwohner-Stadtteil Lienzingen gerettet werden.

In Lomersheim wurde damals der Versuch – wie die Beteiligten betonen, aus sehr spezifischen Gründen wie dem geplanten Verkauf des Gebäudes – nach kurzer Zeit wieder aufgegeben. Doch die Situation in der Stadtmitte ist eine andere. Die 240 Quadratmeter Fläche in zentraler Lage garantieren schon heute, auch ohne den neuen Büroturm, gute Bedingungen. Und die Auslastung steht – siehe oben – ohnehin außer Frage.

Thomas Eier

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