„Ohne Not Unruhe gestiftet“

FDP-Kreistagsfraktion äußert sich zur Diskussion um eine mögliche Fusion der Berufsschulen

Erstellt: 19. Juni 2017, 00:00 Uhr

Mühlacker (pm/the). In der Diskussion um eine mögliche Fusion der Berufsschulen in Mühlacker hat sich die FDP-Fraktion im Kreistag zu Wort gemeldet. „Ganz ohne Not wird hier Unruhe und Unsicherheit gestiftet“, kommentierte Fraktionsvorsitzender Professor Dr. Erik Schweickert die Debatte über eine Zusammenlegung der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule und der Georg-Kerschensteiner-Schule. Die FDP Kreistagsfraktion stehe dem Thema grundsätzlich offen gegenüber, wenn die Initiative hierzu aus den betroffenen Schulen selbst komme und nicht „von oben aufgedrückt wird“, machte Schweickert in einer Mitteilung deutlich.

Umso mehr verwundere ihn, dass nach Auskunft der Landesregierung weder das Ministerium noch das Regierungspräsidium Karlsruhe die Zusammenlegung der beiden beruflichen Schulen in Mühlacker anstrebe. Auslöser für die öffentliche Diskussion sei eine Voranfrage des Schulträgers, also des Landratsamts Enzkreis.

Schweickert verweist darauf, dass im Bildungsplan des Enzkreises nur von einer Zusammenarbeit und nicht von einer Zusammenlegung gesprochen werde: „Wenn jetzt die Landesregierung davon ausgeht, dass ein entsprechender Antrag des Enzkreises ein Ausfluss der Schulentwicklungsplanung des Landkreises sei, so müsste in den Kreisgremien erst einmal die Abkehr von der bisherigen Beschlusslage beschlossen werden.“

Laut Schweickert mute es „schon komisch“ an, wenn von den Beteiligten eine öffentliche Diskussion über ein Thema geführt werde, das bei den Entscheidungsträgern im Kreistag zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht bekannt gewesen sei. Die FDP-Fraktion appelliere an die Enzkreis-Verwaltung, „nachdem nun das Kind schon in den Brunnen gefallen ist“, aktiv zu werden und das Gespräch mit allen Beteiligten der Schulen zu suchen, um nicht den Eindruck zu erwecken, es solle über ihre Köpfe hinweg entschieden werden.

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