Häckselplatz steht lichterloh in Flammen

Großbrand auf dem Gelände oberhalb von Mühlhausen hält die Helfer der Feuerwehr in Atem – Ursache ist noch unklar

Von Thomas Eier Erstellt: 3. August 2019, 00:00 Uhr
Häckselplatz steht lichterloh in Flammen Großeinsatz in Mühlhausen: Das Handyfoto einer Besucherin des Fischerfests (re.) zeigt die Dimension des Feuers, das sich über den Häckselplatz hinaus auszubreiten drohte. Foto: Fotomoment (2), privat

Ein Großbrand auf dem Gelände des Häckselplatzes oberhalb von Mühlhausen hat am Freitagabend die Einsatzkräfte der Feuerwehr in Atem gehalten.

Mühlacker-Mühlhausen. Zu jener Zeit, als unten im Dorf, auf dem Areal hinter der Enztalhalle, Hunderte von Besuchern des Fischerfests den Auftritt der Partyband „Besser live“ erwarteten, waren die ehrenamtlichen Helfer der örtlichen Feuerwehr und ihre Kameraden aus anderen Abteilungen auf andere Weise beschäftigt. Insbesondere die abgelegene Lage des Häckselplatz-Areals ohne Wasseranschluss machte den Einsatzkräften zu schaffen.

Im Einsatz waren etwa 60 Feuerwehrleute aus den Abteilungen Mühlhausen, Mühlacker, Lienzingen und Enzberg, während die Feuerwehr Lomersheim die Bereitschaft in der Wache in Mühlacker übernahm. Hier war der Alarm gegen 19.15 eingegangen, und Handyfotos, die von Gästen des Fischerfests gemacht wurden, zeigen die Dimension des Brandes, der teilweise drohte, sich auf die Böschung hinab zur Enz auszudehnen. Die Flammen, berichtete Einsatzleiter Matthias Donath, hätten sich über den gesamten Häckselplatz erstreckt und bis zu zehn Meter hoch gelodert. Wegen des starken Rauchs wurde vorsorglich vom Messtrupp der Feuerwehr aus Illingen die Rauchgas-Belastung des Ortes und des Festgeländes überprüft.

Eine Schwierigkeit bei den Löscharbeiten war es, den notwendigen Nachschub an Löschwasser zu gewährleisten. Dafür wurde ein Pendelverkehr in den Ort organisiert und der „AB-Wasser“, der Abrollbehälter Wasser, bereitgestellt. Später wurde zusätzlich noch eine Leitung aus der Enz gelegt und das Löschwasser aus dem Fluss nach oben gepumpt.

Bis in die Nacht hinein war die Feuerwehr, die einen Radlader einer Baufirma anforderte, damit beschäftigt, das Schnittgut auseinanderzuziehen, um auf diese Weise verbliebene Glutnester aufzuspüren.

Über die Ursache des Großbrands konnte zunächst nur spekuliert werden. Ob jemand heiße Asche auf dem Areal abgeladen habe, eine Zigarettenkippe oder eine Glasscherbe der Auslöser gewesen sei – bei der derzeitigen Trockenheit, hieß es, könne jede kleine Unachtsamkeit ausreichen.

Thomas Eier

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