Häckselplatz nach Brand wieder geöffnet

Gelände in Mühlhausen war seit Anfang August gesperrt – Lange Wartezeit stößt im Ort auf Unverständnis

Von Thomas Eier Erstellt: 21. August 2019, 00:00 Uhr
Häckselplatz nach Brand wieder geöffnet Erinnerung: Am Abend des 2. August – zum Auftakt des dreitägigen Fischerfests im Enztal – verwüstet ein Feuer den Häckselplatz auf der Anhöhe oberhalb von Mühlhausen. Foto: Fotomoment, privat

Zweieinhalb Wochen nach dem Großbrand ist seit Dienstag der Häckselplatz in Mühlhausen wieder geöffnet.

Geduldsprobe beendet: Die Absperrbänder sind weg, das Gelände kann wieder genutzt werden.Geduldsprobe beendet: Die Absperrbänder sind weg, das Gelände kann wieder genutzt werden.

Mühlacker-Mühlhausen. Dem Vernehmen nach war die lange Wartezeit im Ort auf Unverständnis gestoßen. Seiner Ansicht nach, bestätigt auf Nachfrage der Mühlhäuser Stadtrat Wolfgang Schreiber, hätte das Areal im Zweifelsfall auch in Eigenregie unter Federführung des örtlichen Bauhofmitarbeiters rasch auf Vordermann gebracht werden können. „Momentan haben wir Hoch-Zeit in den Gärten“, gibt Schreiber zu bedenken, der sich an das Landratsamt Enzkreis gewandt hatte.

Hintergrund der Sperrung – an beiden Zufahrten waren seither rot-weiße Flatterbänder angebracht – war ein Feuer, das am Abend des 2. August auf dem Häckselplatz ausgebrochen war und ein Großaufgebot der Feuerwehr beschäftigt hatte. Während unten im Enztal Hunderte Besucher zum Auftakt des Fischerfest-Wochenendes gefeiert hatten, bemühten sich auf der Anhöhe in Richtung Roßwag rund 60 Feuerwehrleute, die Flammen auf dem Areal einzudämmen, die phasenweise drohten, auf die Böschung hinab zur Enz überzugreifen. Der Brand erstreckte sich über das gesamte Gelände des Häckselplatzes, und bis in die Nacht hinein waren die Helfer damit beschäftigt, das Schnittgut mit einem Radlader auseinanderzuziehen, um verborgene Glutnester zu entschärfen.

Nach dem Einsatz kehrte Ruhe auf dem Schnittgutplatz ein – zu viel Ruhe, wie Grundstücksbesitzer in Mühlhausen meinten, die sich über die Dauer der Sperrung ärgerten und teilweise ihr Material kurzerhand übers Absperrband hinweg entsorgten. Ein Grund dafür, dass die Aufräumarbeiten auf sich warten ließen, ist die Urlaubszeit, weil der städtische Bauhof personell ausgedünnt war. Angesichts dieses Umstands hatte das Amt für Abfallwirtschaft des Enzkreises eine Firma beauftragt, die zunächst jedoch ebenfalls nicht genügend Mitarbeiter zur Verfügung hatte.

Am Montag machte sich die Firma an die Arbeit, und im Laufe des Dienstags gab es das Signal, wonach sich die Schäden in Grenzen halten. Damit könne der Platz ab sofort wieder geöffnet werden.

Thomas Eier

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