Gelungener Start für neuen Bürgertreff

Lob beim Einweihungsabend und zahlreiche Besucher am ersten Öffnungstag geben genossenschaftlichem Projekt Rückenwind

Von Norbert Kollros Erstellt: 3. Dezember 2018, 00:00 Uhr
Gelungener Start für neuen Bürgertreff Aufsichtsratsvorsitzender Alexander Wahl (re.) und (v.li.) die Dorfladen-Vorstände Oliver Höhner und Wolfgang Schreiber begrüßen Oberbürgermeister Frank Schneider als Ehrengast.Foto: Kollros

Mühlacker-Mühlhausen. Die Vorschusslorbeeren sind gewaltig – von Erfolgsmodell war die Rede. Jetzt aber müssen die Mühlhäuser beweisen, dass sie eine in Umfragen als so wichtig bezeichnete Einkaufsmöglichkeit im Dorf auch nutzen werden. Seit Samstag ist der kombinierte Dorfladen mit Bürgertreff eröffnet.

Am Vorabend bei der offiziellen Einweihung im Beisein kommunalpolitischer Prominenz – mit einer Ausnahme waren alle Stadtratsfraktionen vertreten – bemerkte denn auch Oberbürgermeister Frank Schneider, dass es nun an den Dorfbewohnern liege, den neuen bürgerschaftlichen Treff zu beleben und die gebotenen Einkaufsmöglichkeiten auch zu nutzen. Diese Einrichtung sei ein „hervorragendes Beispiel für eine Bürgergesellschaft“ und das Zusammenleben im Ort.

Das Stadtoberhaupt erinnerte an die im vergangenen Jahr in allen Stadtteilen durchgeführten „Zukunftswerkstätten“, deren Ausfluss letztlich dieses Mühlhäuser Bürgerprojekt gewesen sei. So habe er „große Hochachtung“, wie sich engagierte Bürger durch Eigeninitiative daran machten, „abhandengekommene Infrastruktur“ in den Ort zurückzuholen.

Viele Mitbürger, darunter eine Großzahl der rund 60 Mitglieder der eigens gegründeten Genossenschaft als Träger des Projekts, waren beim Einweihungsabend zugegen, und – noch viel wichtiger – tags darauf erste Kunden. Diese waren ebenfalls recht zahlreich, wie der Genossenschafts-Vorstand für das Bau-Ressort, Wolfgang Schreiber, auf Nachfrage bestätigte: „Wir hatten tollen Zuspruch und dies querbeet durch alle Altersschichten“, sagte er. Gegen Mittag sei’s „so richtig voll“ geworden, was freilich auch der Neugier vieler Mitbürger geschuldet gewesen sein mag.

In der Veranstaltung am Vorabend ließ Schreiber die Entstehungsgeschichte unter dem Motto „von der ehemaligen Schreinerei zum Bürgertreff“ Revue passieren – eine Zeitspanne, die sich gerade mal über neun Monate erstreckte und konkret hinsichtlich der Umbauaktivitäten sogar noch zwei Monate weniger umfasste.

Viele helfende Hände hätten angepackt, Wolfgang Schreiber schätzt die Zahl der ehrenamtlich geleisteten Helferstunden auf 850 „oder sogar eher an die 1000“. Meist zweimal in der Woche sei man zugegen gewesen, gleichwohl habe man auch den einen oder anderen Fachhandwerker beauftragen müssen. Auch lobte er den Einsatz von Auszubildenden der Stadtwerke, die Elektroinstallationen durchführten, gewissermaßen als Ergänzung zu ihrem sonst üblichen Betätigungsfeld im Starkstrombereich.

Von einem „wichtigen Tag, der in die Dorfgeschichte eingehen wird“, sprach Oliver Höhner, Vorstand im Ressort Einkauf und Organisation. Er unternahm mit den Gästen einen symbolischen Rundgang durch den neuen Laden und stellte das Sortiment vornehmlich regionaler Produkte vor, das ergänzt wird durch diverse Handelsprodukte von Kaffee über Schokolade bis hin zu Hygieneartikeln.

An zusätzlichen Dienstleistungen sollen in der „Alten Schreinerei“ ein Medikamentenservice, Bargeldversorgung, ein Paketshop und einiges mehr angeboten werden. Und selbst sonntags soll’s auf Vorbestellung frische Backwaren geben.

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