Mühlehof wird zum Rock-Palast

Fulminantes Heimspiel in Mühlacker: Holztrio begeistert rund 1300 Zuschauer beim X-Mas-Rock mit zahlreichen Überraschungsgästen

Von Julian Zachmann Erstellt: 28. Dezember 2012, 00:00 Uhr
Mühlehof wird zum Rock-Palast Ein riesengroßes rockiges Weihnachtsgeschenk beschert das Holztrio den rund 1300 Zuschauern im ausverkauften Mühlehof in Mühlacker. Foto: Zachmann

Es gibt Geschenke, die passen einfach unter keinen Weihnachtsbaum. So wie der X-Mas-Rock des Mühlacker Holztrios. Mit zahlreichen musikalischen Gästen aus der Region sorgten Harry Klenk, Frank Schmidt und Manfred Wirth vor rund 1300 begeisterten Zuschauern auch in diesem Jahr für eine rockige Zweitbescherung.

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Mühlacker. Zusammen mit Wegbegleitern, alten Haudegen und einigen neuen Gesichtern brachten die Musiker den ausverkauften Mühlehof am zweiten Weihnachtsfeiertag bis tief in die Nacht hinein zum Beben.

„Konzertbeginn 20 Uhr“: Aufgrund einer kleinen technischen Panne kann das Trio zwar erst mit einer kurzen Verzögerung durchstarten. Und doch erntet Frontman und Organisator Harry Klenk mit seiner Begrüßung „De Manne braucht no e Batterie, des fangt jo gut oh“, schon vor Konzertbeginn die ersten Zugabe-Rufe. Umso lauter drehen die drei Junggebliebenen anschließend ihre Gitarrenverstärker auf und beginnen zu singen. Das Trio, das sich vor fast 18 Jahren bei einem Spaßauftritt auf der Hochzeit eines Freundes zusammengefunden hatte, kostet kurz vor der „Volljährigkeit“ sein erstes Heimspiel in Mühlacker nicht nur selbst voll und ganz aus, sondern hat für Alt und Jung auch einige Geschenke mit dabei.

Unter die „alten Haudegen“ mischen sich junge Gesichter wie Lisa Ungemach aus Niefern, Mannes 17-jährige Gitarrenschülerin, die das Publikum bei „I follow Rivers“ zum fröhlichen Mitpfeifen bringt. Nachdem sich der große Vorhang geöffnet hat, sorgt eine erweiterte Band unter dem imposanten „X-MAS“-Schriftzug für Stimmung. „Bewegt eure Hüften, die habt ihr in den letzten Tagen ja ein wenig vernachlässigt“, ruft Carolina Escolano. Angeheizt von der Musik geht die ehemalige DSDS-Kandidatin bei ihrem Auftritt ab wie eine Rakete. Ordentlich Puste beweisen der groovige Saxophon-Spieler Hans Draskowitsch und sein Mundharmonika-Kollege Karl Wessely bei ihren ausdrucksstarken Soli.

„Thank you for smoking“, lacht das Maulbronner musikalische Urgestein Werner Schenk und zündet sich lässig eine Zigarette an, bevor er in Trucker-Kleidung stilecht den Country-Klassiker „The city of New Orleans“ anstimmt. Ebenso aus dem musikalischen Gabensack zieht das Trio die Stimmen von Marina Capek, Heidi Roth und Mali Mürle. Von Anfang an beim X-Mas-Rock dabei gewesen ist Norbert Klotz, der die Hände des Publikums auch ohne Begleitung in die Höhe bringt.

Ein besonderes Geschenk ist an diesem Abend der Gastauftritt des „Fools Garden“-Gitarristen Volker Hinkel. Bei „Wonderwall“ singt er sich mit der Akustikgitarre gefühlvoll in die Herzen der Zuschauer, bevor er zu „Cashing Cars“ mit der E-Gitarre abgeht.

Als Daniel Heim kurz nach Mitternacht das Mikrophon übernimmt, ist die Stimmung ungebrochen. Kein Wunder, denn ein regionales Musiktalent nach dem anderen präsentiert sein Können, und der Handballclub Blau-Gelb sorgt für einen reibungslosen Barbetrieb bei dem Event, welches das Mühlacker Tagblatt mit sponserte. Der Mühlacker Volkswanderverein hatte seinen für Mittwoch geplanten Wandertag im Vorfeld extra verschoben.

Kaum zu glauben ist es schließlich, dass Mika Leicht erst 15 Jahre alt ist. Sogar auf dem Rücken schafft es der Neuhausener, seine Saiten zu bändigen und überrascht mit seinem Gitarrenspiel nicht nur Volker Hinkel, der im Backstagebereich lobende Worte für ihn findet. Wie eine große Familie kommen am Ende einige der Sänger noch einmal auf die Bühne und unterstützen Harry Klenk, als der nach fast vier Stunden auf der Bühne den Text von „Stairway to Heaven“ sucht.

Nachdem der Maulbronner Musikparkbetreiber Wolfgang Kienzle das Schlusslied gesungen hat, ruft Klenk kurz nach ein Uhr mit einem Strahlen im Gesicht: „So Leut’, jetzt ist Schluss – bis zum nächsten Jahr!“

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