„Möchte mehr Jugendliche einbinden“

Neuer Bürgermeister aus Bassano spricht über die Städtepartnerschaft mit Mühlacker – Riccardo Poletto sagt für das Straßenfest zu

Erstellt: 27. Juni 2014, 00:00 Uhr
„Möchte mehr Jugendliche einbinden“ Der frisch gewählte Sindaco von Bassano del Grappa, Ricardo Poletto. Foto: Recken

Riccardo Poletto ist neuer Bürgermeister in Mühlackers Partnerstadt Bassano del Grappa. Er setzte sich Anfang Juni in einer Stichwahl mit gut 58 Prozent der Stimmen gegen die Mitbewerberin Federica Finca durch. Unsere Mitarbeiterin Maren Recken hat vor Ort mit dem neuen Sindaco gesprochen.

Herr Poletto, Sie sind seit wenigen Tagen als Bürgermeister, oder wie es in Italien heißt, Sindaco, in Amt und Würden. Zur Wahl herzlichen Glückwunsch und dann natürlich die Frage: Waren Sie schon einmal in Ihrer Partnerstadt Mühlacker?

Nein. Ich muss gestehen, dass ich bisher leider noch nie die Gelegenheit hatte, nach Mühlacker zu kommen. In Bassano dagegen habe ich bereits an vielen Veranstaltungen im Rahmen der Städtepartnerschaft teilgenommen.

Welchen Stellenwert geben Sie der Städtepartnerschaft Mühlacker – Bassano?

Vor meiner Wahl zum Sindaco war ich fünf Jahre lang Gemeinderat. In dieser Zeit habe ich mir ein sehr positives Urteil über die Städtepartnerschaft zwischen Mühlacker und Bassano im Besonderen, aber auch über Städtepartnerschaften im Allgemeinen gebildet. Mühlacker und Bassano sowie die Bewohner haben im Laufe vieler Jahre zahlreiche und vielfältige freundschaftliche Beziehungen geknüpft. Wenn alle europäischen Mitgliedstaaten solche Partnerschaften eingehen würden, könnte Europa einen großen Schritt nach vorne machen. Was mich persönlich betrifft, bin ich vor allem sehr neugierig, alles rund um die Städtepartnerschaft noch besser kennenzulernen.

Inwiefern?

Ich werde mich beispielsweise mit meinen Amtsvorgängern Stefano Cimatti und Gianpaolo Bizzotto austauschen, um zu erfahren, wie diese sich in die Städtepartnerschaft eingebracht haben.

Haben Sie selbst denn schon konkrete Pläne für Projekte im Rahmen der Städtepartnerschaft?

Ich möchte vor allem mehr die Jugendlichen einbinden, damit die Städtepartnerschaft auch in Zukunft weiter gelebt wird und sich nicht nur auf die bereits bestehenden Kontakte beschränkt.

Ich habe Religion und Erziehungswissenschaften studiert und bisher an einer Schule als Religionslehrer unterrichtet. Dort haben wir bereits zahlreiche Sport- und Kulturaustausche organisiert. Ich denke, das sind sehr gute Erfahrungen, von denen ich auch als Bürgermeister von Bassano bezüglich der Städtepartnerschaft profitieren kann.

Zu Ihren Aufgaben als Sindaco gehört es auch, das Partnerschaftskomitee, das in Bassano der Gemeinde zugeordnet ist, einzusetzen. Bleibt dort personell alles beim Alten, oder haben Sie Veränderungen vorgesehen?

Für eine konkrete Antwort ist es in dieser Hinsicht noch recht früh. Ich werde aber bald eine Entscheidung treffen müssen. Dabei gilt es zu bedenken, dass die meisten Partnerschaftskomitee-Mitglieder ihr Amt schon sehr lange ausführen. Daher wäre es durchaus denkbar, dass ich andere Personen einsetzte. In der „giunta“, dem Gemeindeausschuss, habe ich bereits Giovanna Ciccotti eingesetzt, die unter anderem als Referentin für die Städtepartnerschaften zuständig ist.

Werden Sie denn zum Straßenfest nach Mühlacker kommen?

Auf jeden Fall. Ich werde mir den Termin gleich in meinen Kalender eintragen, damit nichts anderes dazwischenkommt. Am liebsten würde ich mit meiner ganzen Familie nach Mühlacker kommen. Das hängt aber momentan noch davon ab, ob sich dies für meine Kinder schulisch organisieren lässt.

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