Lust am Feiern kennt keine Grenzen

Am 1. Mai: Europax-Festival im ProZwo bietet ein breitgefächertes Unterhaltungsprogramm und ein Konzert mit fünf Bands

Von Carolin Becker Erstellt: 21. April 2017, 00:00 Uhr
Lust am Feiern kennt keine Grenzen Gudrun Gallus und Viktor Hansch freuen sich auf das Festival am 1. Mai. Foto: Becker

Mühlacker. Ein Feiertag ist der 1. Mai ohnehin. Wenn aber das Jugendhaus ProZwo am übernächsten Montag sein Europax-Festival auf die Beine stellt, wird aus dem Tag der Arbeit der Tag der Musik und des friedlichen Zusammenlebens.

Fünf Bands aus vier europäischen Ländern, Mitmachaktionen, Unterhaltung für alle Generationen und eine abwechslungsreiche Bewirtung: So ließe sich jenes Programm knapp zusammenfassen, das Jugendhausleiterin Gudrun Gallus und ihr Mitarbeiter Viktor Hansch an diesem Donnerstagnachmittag der Öffentlichkeit vorstellen und mit dem sie und ihr Team am Maifeiertag ab 11 Uhr das neue Jugendhaus zum Zielpunkt von Ausflüglern und Spaziergängern, aber auch von an grenzübergreifend guter Musik interessierten Gästen machen möchten.

Das zur Gartenschau erstellte Gebäude, auf dessen Bühne um 19 Uhr das Konzert beginnt, werde seine bislang größte Veranstaltung erleben, sagt Gudrun Gallus. Erstmals trete das ProZwo als Organisator des 1995 ins Leben gerufenen Europax-Festivals auf und trete damit auch bei künftigen Neuauflagen an die Stelle des Jugendrings Enzkreis, der aber nach wie vor als Kooperationspartner mit im Boot sei – mit Rat, Tat und auch finanziell. Das Budget umfasse mehrere 1000 Euro, wozu mehrere Institutionen und Sponsoren, darunter das Partnerschaftskomitee Mühlacker, beitrügen. „Nur so können wir es uns leisten, für das Konzert mit renommierten Bands wie der preisgekrönten Gruppe Killjoy aus der Schweiz keinen Eintritt zu verlangen“, unterstreicht Viktor Hansch die Bedeutung der Unterstützer. Schließlich sei der Aufwand immens: Allein die dänische Band Mojave Desert Rebels nehme eine Anreise von mehr als 1200 Kilometern auf sich. Doch schwierig sei es nicht gewesen, die Musiker nach Mühlacker zu locken. „Es sind unter den Bands Freundschaften entstanden“, erzählt Gudrun Gallus von positiven Nachwirkungen früherer Veranstaltungen. „The Dark Passengers“ aus Mühlackers Partnerstadt Bassano seien vielen Musikfreunden vom Straßenfest 2016 ein Begriff. Man kenne sich, und so sei die Frage, wo die ausländischen Gäste übernachten, problemlos untereinander beantwortet worden, berichtet Viktor Hansch von nationenübergreifenden Kontakten.

Diese sind ganz im Sinn des Europax-Festivals. „Das friedliche Miteinander, das wir uns für Europa wünschen, wird am besten dadurch gefördert, dass man einander kennenlernt. Und solche Begegnungen ermöglichen wir mit dem Festival“, betont Gudrun Gallus.

Der europäische Gedanke komme nicht erst im Konzert zum Tragen, sondern schon beim Tagesprogramm, das sich von 11 bis 17 Uhr im und rund um das Jugendhaus abspielen wird. Zahlreiche Kooperationspartner sorgten für ein abwechslungsreiches Angebot für Jung und Alt, verweist die ProZwo-Leiterin beispielsweise auf eine von Jugendring und Evangelischem Jugendwerk initiierte Aktion mit Werte-Würfeln, die Raum biete, um mit anderen über Prioritäten ins Gespräch zu kommen. Die Basketball Spielgemeinschaft Vaihingen/Enz-Sachsenheim zeige die Plakat-Ausstellung „Gib Rassismus einen Korb“, bei FriedEnzZeit Mühlacker könne man Zapfen werfen, Europaflaggen malen und Szenen spielen. Die THW-Jugend stelle ihr Fahrzeug vor, und die Jungen Europäer Pforzheim/Enzkreis böten den Besuchern ein Europa-Quiz. Der Verein Tanzlust zeige traditionelle europäische Mitmach-Tänze, und Sender City beteilige sich mit einer Graffiti-Aktion. „Ein Kinderprogramm des Freundeskreises ProZwo gibt es natürlich auch“, ergänzt Viktor Hansch, und an Hunger oder Durst müsse ohnehin niemand leiden. Nur zwei Beispiele: Der noch junge Mädchentreff des Jugendhauses steuere eine Salatbar bei, der Jugendtreff Enzberg Kaffee und Kuchen.

Angesichts des breitgefächerten Angebots erwarte sie über den Tag verteilt weit mehr als jene 350 Gäste, die sich maximal gleichzeitig im Inneren des Hauses aufhalten dürfen, blickt Gudrun Gallus voraus. „Wir hoffen sehr, dass das Festival ein Erfolg wird.“ Gründe zum Feiern gibt es am 1. Mai schließlich genügend.

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