RKV erfährt große Solidarität nach Brand

Der Rad- und Kraftfahrerverein Lomersheim erhält Unterstützung von örtlichen Vereinen – Glühweinfest soll stattfinden

Von Maren Recken Erstellt: 27. November 2019, 00:00 Uhr
RKV erfährt große Solidarität nach Brand Mit 5000 Euro unterstützen Lomersheimer Vereine den RKV. Die Feuerwehr stellt fürs Glühweinfest ihre mobile Feldküche zur Verfügung. Foto: Recken

Nachdem ein Brand Anfang November das Vereinsheim zerstört und bis auf weiteres unbrauchbar gemacht hatte, hat der Rad- und Kraftfahrerverein Lomersheim (RKV) am Montagabend große Solidarität vonseiten der anderen Lomersheimer Vereine erfahren.

 

Mühlacker-Lomersheim. Von der Arbeitsgemeinschaft der Vereine Lomersheim e. V. (AGV Lomersheim) gab es einen symbolischen Scheck über 5000 Euro, von der Abteilung Lomersheim der Freiwilligen Feuerwehr Mühlacker die Zusicherung, ihre mobile Feldküche für das traditionelle Glühweinfest des RKV am 6. Januar zur Verfügung zu stellen – tatkräftige Hilfe bei der Durchführung des Glühweinfests inklusive. „Wir wollen zeigen, wie wichtig Zusammenhalt ist, und dass der in Lomersheim auch funktioniert. Weil der RKV sein Vereinsheim derzeit nicht nutzen kann, möchten wir unsere komplette Feldküche und unsere Arbeitskraft zur Verfügung stellen, damit das Glühweinfest stattfinden kann“, fasste Robin Kain, der Kommandant der Abteilung Lomersheim der Freiwilligen Feuerwehr Mühlacker, zusammen, warum er und seine Kameraden nicht nur bei der Brandbekämpfung zur Stelle waren, sondern dem RKV auch beim Glühweinfest tatkräftig beistehen möchten. Ralf Schiller, Vorsitzender der AGV Lomersheim, betonte: „So einfach vergibt die AGV keine Geldspenden in dieser Höhe an Vereine, aber im konkreten Fall haben wir uns dazu entschieden, weil wir nicht wollen, dass der RKV durch die Brandfolgen in eine finanzielle Schieflage kommt.“

Eine Situation, die tatsächlich – obwohl die Versicherung für den eigentlichen Brandschaden aufkommt – eintreten könnte, wie der Vorsitzende des RKV, Stefan Kessler, betonte. „Weil wir nicht alle Veranstaltungen durchführen können, die wir brauchen, um zu überleben, bringen uns die Brandfolgen vermutlich schon in finanzielle Nöte“, so Kessler, der gemeinsam mit weiteren Vereinsmitgliedern am Montagabend zum Feuerwehrhaus nach Lomersheim gekommen war, um die Solidaritätsspenden entgegenzunehmen und die große Freude des RKV über einen solchen Zusammenhalt unter den Lomersheimer Vereinen und Institutionen zum Ausdruck zu bringen.

Was den aktuellen Stand in Sachen Brandschaden im Vereinsheim des RKV angeht, berichtete Kessler, dass mittlerweile Gutachter den Brandschaden aufgenommen hätten. Noch lägen ihm allerdings keine Zahlen vor, die Auswertung der Gutachter stehe noch aus. „Ich rechne aber damit, dass wir deutlich im sechsstelligen Bereich liegen. Einen konkreten Betrag kann ich leider nicht nennen“, so Kessler. Außerdem, so der RKV-Vorsitzende weiter, müsse der Verein erst die Freigabe der Versicherung abwarten, bevor weitere Maßnahmen ergriffen werden könnten. Dazu gehörten zum Beispiel das Ausräumen und die Reinigung des Vereinsheims und dessen Wiederaufbau.

Wenn der RKV erst einmal loslegen kann mit den Aufräum- und Sanierungsarbeiten, kommen noch jede Menge Arbeit und Kosten auf den Verein zu. „Das Dach muss komplett ausgetauscht werden, inklusive Dachstuhl, Dachboden, Decken, Beleuchtungselementen und Elektroinstallationen. Außerdem muss die Heizung komplett erneuert werden“, zählt Kessler auf, welche Arbeiten in der kommenden Zeit am Vereinsheim anstehen. Was vom Inventar überhaupt noch brauchbar ist, solle durch eine Spezialfirma gereinigt werden, ebenso die zahlreichen Pokale, die im Vereinsheim aufbewahrt wurden.

Was den Zeitplan angeht, rechnet Kessler ab Januar mit dem Beginn der Sanierungsarbeiten. Im Sommer, respektive Spätsommer, soll das RKV-Vereinsheim in neuem Glanz erstrahlen. Das traditionelle Glühweinfest am 6. Januar werde, nicht zuletzt wegen der am Montagabend überreichten Spenden, auf dem RKV-Gelände stattfinden, versicherte Kessler. Weitere Veranstaltungen würden, soweit möglich, vorerst ausgelagert.

Alles in allem zeigte sich Kessler optimistisch und erfreut über den starken Zuspruch und die Spenden, auch von Privatpersonen, die den RKV bereits kurz nach dem Brand und zuletzt am Montagabend erreicht hätten.

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