Notkonzept stößt auf Beifall der Besucher

Glühweinfest des RKV Lomersheim unter den Vorzeichen des Vereinsheim-Brandes wird bei perfektem Wetter zum großen Erfolg

Von Stefan Friedrich Erstellt: 7. Januar 2020, 00:00 Uhr
Notkonzept stößt auf Beifall der Besucher Andrang beim 17. Glühweinfest des RKV auf dem Gelände vor dem Vereinsheim. Foto: Friedrich

Mühlacker-Lomersheim. Unter besonderen Vorzeichen stand am Dreikönigsfeiertag das 17. Glühweinfest des RKV Lomersheim. Nach dem Feuer im Vereinsheim musste die Veranstaltung neu organisiert werden – mit großem Erfolg. Bei perfektem Wetter strömten die Besucher auf das Gelände am Brunnenstubenweg.

Der erste Schock nach dem Brand im November hatte den Vorsitzenden Steffen Kessler noch zu einer Aussage verführt, die er nach eigenem Bekunden schon tags darauf bereut hat: „Im ersten Interview habe ich gesagt: Wir müssen alle Festle streichen und alle Veranstaltungen abblasen“, erinnerte er sich an den Moment, als er noch die Bilder des brennenden Vereinsheims klar vor Augen hatte. Schnell sei ihm aber klargeworden: Das geht so nicht. Gerade das Glühweinfest werde stattfinden müssen; nicht nur der langen Tradition wegen, sondern auch, weil es in Lomersheim besonders beliebt ist. „Dann kam die Überlegung: Wo machen wir es?“, schildert Kessler die nächsten Überlegungen. Andere Vereine hätten rasch ihre Unterstützung signalisiert und angeboten, Asyl für das Fest zu gewähren, solange das RKV-Vereinsheim nicht benutzbar sei.

Am Ende haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, das Glühweinfest am angestammten Platz draußen vor der Tür zu feiern; wohl wissend, dass dies einen logistischen Mehraufwand bedeuten würde. Zu spüren war davon gestern aber nichts mehr: In entspannter Atmosphäre haben bei optimalen äußeren Bedingungen die zahlreichen Besucher das Fest genossen. Unterstützung hatte der RKV nicht nur von den Stadtwerken erhalten, die die Stromversorgung ermöglichten, oder vom Tennisclub, der seine Toiletten zur Verfügung stellte, ein weiterer Impuls sei auch von der Feuerwehr gekommen, verriet Kessler. „Die haben gesagt: Wir unterstützen euch“ – und zwar mit einer mobilen Feldküche, in der die Gulaschsuppe zubereitet werden konnte. „Sensationell gut!“, befand Kessler. „Alle Mann sind einsatzbereit und unterstützen uns kräftig.“ Mit dem Ergebnis, dass es in diesem Jahr nicht nur erstmals Livemusik beim Glühweinfest gegeben habe, so Kessler, sondern auch seitens der Besucher erste Rückmeldungen gekommen seien, ob man das Fest künftig nicht immer so machen könne.

Ob das tatsächlich der Fall sein wird, muss sich noch zeigen. „Man muss schauen, wie die Bereitschaft dazu ist“, so Kessler. So oder so war es ein gelungener Start in das Jahr des 110-jährigen Bestehens des Vereins – gepaart mit einer wichtigen Erkenntnis: Aus der Brandkatastrophe heraus ist gewissermaßen etwas Neues erwachsen, das auf breiten Zuspruch stieß.

Ab diesem Dienstag, informierte Kessler, werde es Zug um Zug mit der Reinigung des Gebäudes und der Sanierung des Dachs weitergehen. Bis Mitte des Jahres, hofft Kessler, könnten die Spuren des Feuers, das am 5. November in der Küche ausgebrochen war, beseitigt sein. Bis dahin kann der RKV weiter auf die Unterstützung der Stadt und anderer Vereine zählen: Seine Hauptversammlung beispielsweise wird er bei den Kleintierzüchtern abhalten, und das Preisskat- und Binokel-Turnier wurde in die Turnhalle verlegt.

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