Vandalen verwüsten Gartengrundstück

Nächtliche Gäste wüten auf privatem Areal bei Lienzingen – Betonfigur zerstört und gesägtes Holz verbrannt

Von Thomas Sadler Erstellt: 31. März 2020, 00:01 Uhr
Vandalen verwüsten Gartengrundstück Gartengrundstück verwüstet. Foto: privat

Marlies Theurer ist verbittert: Unbekannte Täter haben sich auf ihrem Grundstück auf dem Katzenberg beim Fahrradweg Richtung Maulbronn/Sternenfels am Freitagabend oder in der Nacht auf Samstag wie Vandalen aufgeführt und die Anlage verwüstet.

 

Mühlacker-Lienzingen. Vermutlich, glaubt die Geschädigte, seien die Täter Jugendliche aus Lienzingen. Schon in der Vergangenheit hätten sich junge Leute auf der Aussichtsplatte des uneingezäunten Stückles bei Lienzingen getroffen, um Bier zu trinken und zu schwätzen. Immer mal wieder habe sie auf dem Anwesen leere Flaschen aufgelesen, erzählt Marlies Theurer unserer Zeitung, aber noch nie sei ein Schaden angerichtet worden.

Das war dieses Mal ganz offensichtlich anders. Als die Grundstückseigentümerin am Samstag zum Katzenberg ging, bot sich ihr ein Anblick der Zerstörung: Zwei Frühbeete waren verwüstet, der Grill demoliert und das gesägte Holz vom vergangenen Jahr verbrannt worden. „Es war noch warm, als ich ankam“, sagt sie.

Am meisten tut ihr – und ihren Enkeln – weh, dass die Unholde eine ein Meter hohe aus Beton gegossene Hundefigur, getauft auf den Namen Max, „in 1000 Stücke zerschlagen“ worden war, wie die 69-Jährige, die in Mühlacker wohnt, berichtet. Der Schäfer, der seine Tiere zuletzt neben ihrem Grundstück weiden ließ, habe ihr mitgeteilt, dass er Bier- und Schnapsflaschen gefunden habe. Auch sie selbst habe noch zwei Buddeln entdeckt.

Haben hier Jugendliche eine sogenannte „Corona-Party“ gefeiert, die ausgeufert ist? Oder wollten die Täter durch Vandalismus Frust abbauen? Derlei Fragen stellt sich Marlies Theurer, die sich sofort an die Polizei in Mühlacker gewandt hat, um Anzeige gegen unbekannt zu erstatten.

Wer die Täter sind, ist nicht sicher, weil offenbar niemand sie bei ihrem Treiben beobachtet hat. Aber das Opfer der Beschädigungen hält es zumindest für sehr wahrscheinlich, dass es junge Leute waren, die über die Stränge schlugen.

Indes zeigt sie sich trotz ihres Verdrusses über die Verschandelung des Areals zeigt versöhnlich: Wenn die Verursacher Schadenersatz leisten und das, was heil geblieben ist, wieder aufbauen, sei sie bereit, ihre Anzeige zurückzuziehen, sagte Marlies Theurer unserer Zeitung.

Thomas Sadler

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