„La Grotta“ vor ungewisser Zukunft

Inhaber Salvatore Santorelli versucht sein Glück mit einer Gastronomie in Freudental

Von Maik Disselhoff Erstellt: 29. Juni 2013, 00:00 Uhr
„La Grotta“ vor ungewisser Zukunft Einschnitt: Das Restaurant „La Grotta“ macht zumindest vorübergehend zu. Foto: Disselhoff

Mühlacker. Die Stammgäste wissen es längst, und viele Freunde des italienischen Restaurants, das im ehemaligen „Lamm“, einem imposanten Fachwerkgebäude an der Dürrmenzer Enzbrücke, beheimatet ist, haben es befürchtet: Salvatore Santorelli wird künftig mit seiner Ehefrau Lindarosa nicht mehr in Mühlacker, sondern in Freudental am Herd stehen.

Die Gerüchte vom Abschied hatten sich in der Stadt zuletzt immer mehr verdichtet. „Am Sonntag ist unser letzter Tag hier in Mühlacker“, bestätigt Inhaber Salvatore Santorelli von „La Grotta“ im Gespräch mit unserer Zeitung. Der 45-Jährige erklärt, dass ihm vor einigen Tagen ein Angebot unterbreitet worden sei, das zu gut gewesen sei, um es abzulehnen.

Der Gastronom wird seine Gäste in Zukunft im „Ristorante-Pizzeria Panorama“ in Freudental begrüßen. Doch ob der Abschied der Santorellis aus Mühlacker tatsächlich ein endgültiger ist, steht noch nicht fest. „Wir können in Freudental testen, ob es klappt. Wenn es uns nicht gefällt, kommen wir wieder zurück in unser Restaurant nach Mühlacker“, sagt Santorelli, der mit seiner Frau und den drei Kindern, die alle in Mühlacker die Schule besuchen, weiter am Löffelstelzweg wohnen bleiben will.

Auch wenn die Türen des Restaurants in Mühlacker noch nicht ganz zugeschlossen sind, schmerzt der Abschied nach der langen Präsenz in Mühlacker. „Das tut uns und vielen unserer Gäste weh“, betont Santorelli, der jedoch als kleinen Trost für seine guten Stammkunden von einer kurzen Fahrtzeit von Mühlacker nach Freudental berichten kann: „Man braucht nur eine knappe halbe Stunde.“ Vor allem die Möglichkeit, während der Sommermonate eine Außenbewirtung anbieten zu können, hat die Santorellis nach Freudental gelockt. „Das war hier in Mühlacker immer unsere Schwachstelle, das konnten wir unseren Gästen einfach nicht bieten“, so Santorelli, der als Pächter des Restaurants in Freudental einsteigt.

Hinsichtlich des neuen Projekts seien sich er und seine Frau „unsicher, aber voller Euphorie“. Und auch wenn sich die Santorellis die Tür in Mühlacker einen spaltbreit offen lassen wollen, steht schon jetzt fest: „Es gibt nur ein Entweder-oder.“ Der Gastronom plant nicht, nach der Testphase an beiden Standorten parallel weiterzumachen. „Wir kochen schließlich beide selbst, und unsere Gäste wollen auch, dass wir präsent sind.“

Was später aus den Räumlichkeiten von „La Grotta“ im Erdgeschoss des eigenen Hauses werden könnte, dafür hat der 45-Jährige noch keine konkreten Pläne.

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