Kämpfer fürs Schöne sprühen vor Ideen

Verschönerungsverein will zahlreiche Projekte verwirklichen – „Burggeist“ der Künstlerin Gerlinde Beck zieht in die Löffelstelz ein

Von Ulrike Stahlfeld Erstellt: 22. Februar 2013, 00:00 Uhr
Kämpfer fürs Schöne sprühen vor Ideen Das Grünprojekt im Blick: Ewald Scheytt (v.l.), Winfried Abicht, Dorothea Brandauer und Albrecht Münzmay vom Verschönerungsverein. Foto: Stahlfeld

Mühlacker. Zwar ist der Verschönerungsverein Mühlacker kein Musikverein, das „Trommeln“ ist dennoch aus dem Vereinsleben nicht wegzudenken. Auch 2013 heißt es kräftig Spenden sammeln, weil für die Burg, das Grünprojekt und die Dürrmenzer Ortskernsanierung zahlreiche Projekte geplant sind.

Nicht mit einem großen Fest, sondern mit zahlreichen kleineren Aktionen hatte der Verein im vergangenen Jahr sein 120-jähriges Bestehen gefeiert. „Ein tolles Vereinsporträt im Mühlacker Tagblatt, eine erfolgreiche Ansichtskartenausstellung von 1897 bis heute im Rathaus, die wegen großer Nachfrage sogar wiederholt wurde, die Einrichtung elektronischer Postkarten auf der Homepage und ein Bilderquiz“, zählte Vorsitzender Albrecht Münzmay am Mittwoch bei der Mitgliederversammlung im Hotel-Restaurant „Post“ in Mühlacker einige der Aktionen auf. 2012 habe man nicht nur eine neue Broschüre veröffentlicht, sondern auch neue Visitenkarten vorgestellt.

„Mühlacker soll schön aussehen, wenn die Leute durchfahren“

Darauf ist das Spendenkonto des Vereins genannt. „Das ist sehr wichtig“, so Münzmay und machte mit der Vorstellung der nächsten Aktion gleich deutlich, wohin das Spendengeld unter anderem fliest. Die Blumenbänder auf der Mittelinsel der B10 zwischen Rappstraße und Käppele hatte der Verschönerungsverein 2012 bereits mit Blick auf das Grünprojekt finanziert.

„Mühlacker soll schön aussehen, wenn die Leute durchfahren“, sagte Münzmayund kündigte an, dass es an der B10 in Zukunft das ganze Jahr über blühen soll. Auch die Planungen für die Beteiligung am Grünprojekt laufen schon auf Hochtouren. Münzmay stellte am Mittwoch ein kleines Papier-Modell vor, das als mannshohe Stele zukünftig auf dem Gelände des Grünprojektes Information und Kunst in sich vereinen könnte. Durch eine Öffnung sollen die Besucher einen Blick auf das aktuelle Gelände werfen können. Gleich darunter sollen historische Fotografien zeigen, wie es einst an gleicher Stelle aussah, erläuterte der Vorsitzende des Verschönerungsvereins. Sieben bis acht geeignete Standpunkte habe man bereits gefunden, so Schriftführer Ewald Scheytt, .

Vor konkreten Planungen muss am 7. März die Abstimmung über die Bürgerideen fürs Grünprojekt abgewartet werden. Fest steht bereits, dass in diesem Jahr das von Bildhauer Berthold Scheible restaurierte Wappen über dem Eingang der Burg Löffelstelz wieder angebracht wird. Gleichzeitig soll die Knöller-Gedächtnistafel gereinigt werden.

Im Laufe des Sommers wird außerdem der „Burggeist“ in die Ruine einziehen. Die Skulptur wurde von der Künstlerin Gerlinde Beck anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Mühlackers mit Bassano geschaffen. Diese „saß“ einst auf einem Baum auf dem Konrad-Adenauer-Platz und hieß Passanten mit einem Spruch willkommen. Auf der Burg soll sie einen Platz im westlichen Keller finden. Die Arbeiten an der Burg starten mit Beginn der wärmeren Jahreszeit .

Geplant ist zudem die Aufstellung einer Stele mit Hochwassermarken im Bereich der Villa Bauer. Wie berichtet, will sich der Verschönerungsverein auch bei der Dürrmenzer Ortskernsanierung engagieren und mit dem Kunstobjekt „Flößer“ von Kurt Tassotti den Großteil des geplanten Brunnens finanzieren. Münzmay rechnet mit Kosten von 15000 bis 16000 Euro für den Verein. „Wir müssen kräftig Sponsoren trommeln“, machte der Vorsitzende klar. „Da kommt einiges Finanzielles auf uns zu,“ fasst er die zahlreichen Initiativen zusammen. Gut, dass sich Münzmay nach 28 Jahren an der Vereinsspitze auf ein bewährtes Team verlassen kann. Nicht nur er wurde am Mittwoch für drei weitere Jahre im Amt bestätigt, sondern als weitere Vorstandsmitglieder auch der Schriftführer Ewald Scheytt, die Kassierin Dorothea Brandauer und der technische Berater, Bürgermeister Winfried Abicht. Als Beisitzer sind weiterhin Armin Dauner, Johanna Maier, Sabine Maier und Thomas Hertzke sowie als Kassenprüfer Ellen de Witte und Uwe Kessler tätig.

Wie Münzmay mitteilte, ist die Zahl der Mitglieder seit der Vereinseintragung vor drei Jahren von 48 auf 81 angestiegen: „Unser Ziel ist 100.“

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