Scherben ärgern Spaziergänger

Nach einem Fest in Großglattbach: Hundebesitzer sammeln am Sonntag die Abfälle der Feiernden

Von Lukas Huber Erstellt: 21. August 2018, 00:00 Uhr
Scherben ärgern Spaziergänger Nach einem Fest am Samstag sammelt eine Leserin Scherben an der Auwiesenhütte.Foto: privat

Mühlacker-Grossglattbach. Das warme Wetter der letzten Wochen lädt viele ein, sich abends draußen niederzulassen, um zu feiern. Dagegen spricht zunächst nichts, wenn die Hinterlassenschaften beseitigt werden.

Doch wie ein Fall vom Wochenende in Großglattbach zeigt, hält es damit nicht jeder ganz genau: „Am beliebten Bachlauf an der Auwiesenhütte hatten wir und unsere Hunde Glück, nicht in Hunderte Scherben zu treten“, beschwert sich eine Leserin in einer E-Mail, die am Sonntag im Postfach der Redaktion gelandet war. Vermutlich habe es am Abend zuvor „wieder Mal ein Alkoholfest“ gegeben.

Am Morgen seien ein paar Jugendliche gesehen worden, die manches aufgeräumt hätten, einer davon habe eine verbundene Hand gehabt, berichtet die Hundebesitzerin. Warum, sei schnell klargeworden: „Wir haben zig Hände voll spitzigster brauner und weißer Glasscherben aus dem Bach und aus der Wiese gesammelt, bestimmt eine Stunde lang.“ Und weil mit Sicherheit nicht alle gefunden worden seien, hätten die Freiwilligen Warnschilder aufgestellt. „Gerade an dieser Stelle gehen sehr viele Kinder spielen und planschen, auch aus Maulbronn aus der Kinderklinik kommen sie an heißen Tagen, um sich zu erfrischen.“ Dass es Menschen gebe, die Scherben liegenließen, an denen sich andere verletzen könnten, sei unfassbar. „Wenn sie schon Flaschen zerschlagen, sollten sie wenigstens den Mumm haben, den Schaden vollständig zu bereinigen.“

Dass sich an dem Standort, wo die liegengebliebenen Scherben für Unmut gesorgt haben, ab und an Menschen treffen und trinken, ist auch der Stadt Mühlacker bekannt. Laut Joachim Woesner vom Bürger- und Ordnungsamt fänden aber nicht nur an der Auwiesenhütte immer wieder Feiereien statt. „Über das Stadtgebiet verteilt kam es auch schon an anderen Stellen zu Vorfällen der genannten Art.“ Als Beispiele nennt er die Steinhütte in Lienzingen oder die Weidachhütte in Mühlhausen. „Sicher gibt es darüber hinaus auch noch die eine oder andere Stelle.“ Aber die Örtlichkeiten seien der Stadt bekannt, weshalb auch ein spezieller Fokus darauf gelegt werde. „Durch den gemeindlichen Vollzugsdienst wird wöchentlich mehrmals – auch abends und an den Wochenenden – im Rahmen der normalen Streifentätigkeit an diesen Stellen kontrolliert.“ Und auch Mitarbeiter des Bauhofs schauten zweimal die Woche nach dem Rechten.

Für die Müllbeseitigung seien indes in der Regel die Verursacher verantwortlich, appelliert Woesner an die Feiernden, nichts achtlos liegenzulassen. Meistens müsse die Stadt auch nicht nachbessern. Doch hin und wieder würden Müll und Scherben gefunden. „Sind die Verursacher bekannt, werden sie zur Kostentragung für die Beseitigung herangezogen.“

Weiterlesen

Männervesper in Großglattbach

Mühlacker-Grossglattbach (pm). Am Freitag, 9. November, geht es im Großglattbacher Gemeinschaftshaus an der Lammgasse beim Männervesper der evangelischen Kirchengemeinde und der Liebenzeller Gemeinschaft um die Endlichkeit des Daseins. Ist nach… »