Das Woodstock von Großglattbach

Kulturverein organisiert Festival für alle Generationen – Veranstalter wünschen sich an manchen Stellen ein behördliches Umdenken

Von Britta Bischoff-Krappel Erstellt: 8. Juli 2019, 00:00 Uhr
Das Woodstock von Großglattbach Zur Stammbesetzung beim Glabbicher Open Air gehören die „Potatoes“ mit Elvis-Imitator und Festival-Organisator Manfred Schäfer (Bildmitte). Foto: Bischoff-Krappel

Gut Tausend Besucher tummeln sich am Wochenende auf dem idyllisch gelegenen Wiesengelände rund um die Großglattbacher Auwiesenhütte: Das zwölfte Glabbicher Open Air ist ein voller Erfolg.

Großglattbach. Einmal mehr war den Organisatoren des örtlichen Kulturvereins „bastscho“ der schwierige Spagat gelungen, ein buntes Festival für alle Generationen zu organisieren. „Wir legen Wert darauf, dass unser Open Air Konzert keine kommerzielle Veranstaltung wird“, betont Manfred Schäfer vom Verein „bastscho“. „Unser Anliegen ist es, jungen Bands eine Plattform zu bieten und mit einem Programm für Jung und Alt den Besuchern eine Gute-Laune-Veranstaltung zu präsentieren.“ Dass neben einer Wasserrutsche, vielen kulinarischen Leckereien und Cocktails auch Schäfer selbst als Elvis-Imitator und Frontmann der Band Potatoes nicht fehlen durfte, stand außer Frage. „Wir müssen immer ran, die Leute fordern das“, meinte der 49-jährige Glabbicher augenzwinkernd. Sorgten am Freitagabend neben den Potatoes auch Bands wie Reissverschluzz und Flowdaz für gute Stimmung, bekamen die Besucher am Samstag unter anderem von den Soulpunks, Madison Bleed und Heart of Chrome gehörig was auf die Ohren. Mit dem Auftritt der Großglattbacher Grundschüler, die „Till Eulenspiegel“ präsentierten, war auch die jüngere Generation auf der Bühne vertreten. Bei optimalen Festivaltemperaturen genossen die Besucher die einzigartige, harmonische Atmosphäre des Großglattbacher Open Airs: „Ich bin ein Eingeborener und finde diese Tradition einfach super“, meinte Gerhard Grossmann, der mittlerweile in Vaihingen wohnt. Die 13-jährige Leni Zeiler ergänzte: „Das hier ist wie eine große Familie, alle kennen sich.“ Bei aller Freude über ein gelungenes Festival gab es für Organisator Manfred Schäfer doch einen kleinen Wermutstropfen: „Wir haben Verständnis für behördliche Auflagen, würden uns aber trotzdem an der einen oder anderen Stelle ein Umdenken wünschen“, so Schäfer. „So ein Festival müsste als Bereicherung für eine Kommune aufgefasst werden. Da sollten einem nicht zusätzlich Steine in den Weg gelegt werden.“

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