Großer Sender ab 2016 akut bedroht

Stadt Mühlacker würde das 273 Meter hohe Wahrzeichen gerne erhalten – Kosten sind ein Problem

Von Thomas Sadler Erstellt: 23. Oktober 2013, 11:00 Uhr
Großer Sender ab 2016 akut bedroht Unwetter über Mühlacker: Die Aussichten für den Großsender sind schlecht. Voraussichtlich in drei Jahren benötigt der SWR das „Wahrzeichen“ der Stadt Mühlacker nicht mehr. Foto: Fotomoment

Mühlacker. Der Abbau des kleinen Bruders steht längst fest, Anfang November soll es so weit sein. Dessen ungeachtet kündigt sich für die Senderstadt gleich weiteres Ungemach an: Der große Sendemast schwebt ab 2016 in akuter Gefahr.

Diese Erkenntnis erbrachte ein Gespräch zwischen Intendant Peter Boudgoust, Oberbürgermeister Frank Schneider und Bürgermeister Winfried Abicht. Wie Abicht gestern sagte, habe der Südwestrundfunk (SWR) keine längerfristige Nutzungsmöglichkeit des 273 Meter hohen Großmasts gefunden. Das Digitalradio, auf dem die Hoffnungen der Mast-Anhänger insgeheim ruhten, solle nicht von hier aus gesendet werden. Allerdings gibt es eine Gnadenfrist: Der Sendemast soll laut SWR „nicht vor 2016“ weg, berichtet Abicht.

Das bedeutet, dass bis dahin eine Lösung gefunden werden muss, will die Senderstadt weiterhin so heißen. Ob der Mast auch dann stehenbleibt, wenn er außer Betrieb ist, und was mit dem dazugehörigen Areal geschieht, ist völlig offen.

„Es wäre gut, wenn wir jemanden fänden, der den Mast – ohne Nutzung – erhält, am besten den SWR selbst“, denkt der Bürgermeister laut nach. Die Stadt will zwar ihr „Wahrzeichen“ bewahren, doch dazu brauche sie Sponsoren und „verlässliche Partner“, so Abicht. Ganz aufgeben wolle der SWR den Standort Mühlacker nicht. Doch vermutlich bleibe nur „ein Rumpfbetrieb“ mit einem Mast übrig.

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