Gerne auch flott walken

Laufend Fit: Die Debütanten beim Mahle-Lauf streben nicht danach, bei den Schnellsten zu sein

Von Ulrike Stahlfeld Erstellt: 19. Mai 2017, 00:00 Uhr
Gerne auch flott walken Der Countdown läuft: Die Teilnehmer der Aktion Laufend Fit holen sich die letzten Tipps vor dem Mahle-Lauf. Foto: Stahlfeld

Ulrich Stüber hatte eigens in der Friedrichstraße geparkt. Er habe überprüfen wollen, ob der „Buckel“, also der Anstieg gleich zu Beginn des Mahle-Laufs, noch da sei, meinte er schmunzelnd. Die Einsteiger der Aktion Laufend Fit haben sich am Mittwochabend im AOK-Kundencenter letzte Tipps abgeholt.

„Lieber zu langsam als zu schnell“, raten die Trainer Sabine Liefke-Wilhelm und Andreas Killer.„Lieber zu langsam als zu schnell“, raten die Trainer Sabine Liefke-Wilhelm und Andreas Killer.

Mühlacker. Dieser erste Anstieg gleich nach dem Start am Kreisel in der Bahnhofstraße (Samstag, 10 Uhr), dürfte die Läufer tatsächlich herausfordern. Doch Sabine Liefke-Wilhelm beugte gleich vor: „Am Anfang eher langsamer laufen“, so ihr Tipp. Und den „Buckel“ dürfe man auch gerne „flott hochwalken“.

Sabine Liefke-Wilhelm gab gemeinsam mit Andreas Killer rund 30 Zuhörern noch einige Ratschläge mit auf den Weg. Elf Wochen lang hatten die beiden AOK-Trainer die Laufend-Fit-Teilnehmer auf den gemeinsamen Start mit voraussichtlich weiteren 1000 Läufern vorbereitet. „Wir stellen uns natürlich nicht in der ersten Reihe auf“, so die AOK-Trainerin. Warum? „Die Schnellen wollen wegkommen.“

Zu den Schnellsten wollen die Laufend-Fit-Einsteiger sowieso nicht gehören. Aber ankommen sehr wohl. Ob man wohl am Ziel vorbeilaufen könne, fragte sich da eine Läuferin. Und ob es etwas zu trinken gebe“, hakte ein Läufer nach. Tatsächlich gibt es an der Strecke Möglichkeiten Flüssigkeit aufzufüllen. Doch Andreas Killer warnte: „Zum Trinken bitte stehenbleiben.“ Im Laufen zu trinken sei nicht so einfach, ohne sich zu verschlucken; das müsse man erst trainieren. Und noch ein Tipp für Ordnungsliebende: „Keinen Papiereimer für den Becher suchen, sondern einfach wegwerfen.“

Der Countdown läuft und Läufer-Neulinge erfuhren beim letzten Treffen, wie sie sich in den letzten Stunden vor dem Lauf ernähren sollten. Und warum das Essen danach, Spaghetti mit Tomatensoße, ein so gutes Sportleressen ist: „Tomaten enthalten Kalium“, so Sabine Liefke Wilhelm, „und das hilft, die Kohlenhydrate der Nudeln in die Muskeln einzubauen.“

Die Expertin warnte davor, sich für den Lauf mit neuen Kleidungsstücken schick zu machen. „Ihr sollt Gewohntes anziehen“, riet sie ihren Zuhörern, die gerade die letzte Trainingseinheit hinter sich hatten. Im Training hatten sie immer penibel ihren Puls überprüft.

Das aber können die Starter beim Mahle-Lauf getrost vergessen, meinte Sabine Liefke-Wilhelm und wies auf die ganz besondere Stimmung am Wettkampftag hin: „Da ist das Adrenalin da und keiner läuft mit Trainingspuls.“ Vielmehr gehe, so ihre Erfahrung, der eine oder andere über seine Grenzen hinaus.

„Das Training war super, für mich war vor allem das Aufwärmen klasse.“

Thomas Knapp,
SPD-Stadtrat und Laufend-Fit-Debütant

Zehn Kilometer hat sich Thomas Knapp vorgenommen. Der SPD-Stadtrat hat vor Wochen im Einsteiger-Kurs mit dem Training begonnen und zeigte sich nun rund drei Monate später mehr als zufrieden: „Das Training war super, für mich war vor allem das Aufwärmen klasse.“ Die zehn Kilometer nimmt Knapp nicht zufällig in Angriff: „Weil ich auch für den Triathlon im Juli trainiere.“

Geht es nach den beiden AOK-Trainern, dann ist allerdings so kurz vor dem Lauf erst mal Schluss mit Training. Erholung ist angesagt, damit es ein entspannter Lauf wird. Denn die Rahmenbedingungen scheinen zu stimmen. Regenfrei und etwas 15 Grad, zitierte Sabine Liefke-Wilhelm die Wetterprognose: „Das wird super.“

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