Gasalarm

Erstellt: 19. September 2018, 18:00 Uhr
Gasalarm Gasalarm

Mühlacker (cb/the). Ein Gasalarm am Eichenweg im Mühlacker Wohngebiet Heidenwäldle hat am Montagabend die Feuerwehr und die Stadtwerke auf den Plan gerufen.

Gegen 20.45 Uhr war Gasgeruch gemeldet worden. Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten sich zu diesem Zeitpunkt im Eckenweiher aufgehalten, wo Anwohner im Bereich der Kerschensteiner-Sporthalle ebenfalls den Verdacht auf einen Gasaustritt geäußert hatten. „Hier hat sich aber herausgestellt, dass der Geruch vom dortigen Regenrückhaltebecken ausging“, berichtete der stellvertretende Mühlacker Feuerwehrkommandant Matthias Donath noch am Montagabend. Der im ausgetrockneten Becken befindliche Schlamm habe sich unangenehm bemerkbar gemacht. „Wir haben etwas belüftet und Wasser eingefüllt, aber damit ist das Problem, bevor es nicht kräftig regnet, nicht dauerhaft gelöst“, so Donath. Das Becken müsse gereinigt werden. Noch während des Einsatzes im Eckenweiher sei der Alarm aus dem Heidenwäldle eingegangen. „Wir haben sofort ein Fahrzeug hingeschickt“, sagte Donath, „denn mit Gas ist nicht zu spaßen.“

Tatsächlich hätten die Messgeräte der Feuerwehr am Eichenweg einen starken Gasaustritt angezeigt. Die Mengen seien groß genug gewesen, um höchste Vorsicht walten zu lassen. „Eine glimmende Zigarette könnte schon ausreichen, um eine Verpuffung hervorzurufen“, schilderte Matthias Donath das Ausmaß der Gefahr. Weder Funkgeräte noch Blitzlicht hätten im abgesperrten Bereich etwas zu suchen. Mitarbeiter der Stadtwerke, die an die Einsatzstelle gerufen worden waren, machten sich daran, den Austrittsort des Gases, den die Feuerwehr schon eingegrenzt hatte, näher zu lokalisieren.

Tatsächlich stießen die Fachleute, wie Abteilungsleiter Frederik Trockel tags darauf berichtete, auf eine undichte Stelle an der 45-Millibar-Niederdruckleitung, die zunächst provisorisch abgedichtet worden sei. Offenbart habe sich das Leck durch den vollständig ausgetrockneten Boden, zuvor habe die feuchte Erde wie eine Dichtmasse gewirkt. Der Schaden sei allerdings nur punktuell, das betroffene Teilstück Leitung, die – mit einem Durchmesser von 15 Zentimetern – auf öffentlichem Grund unter dem Eichenweg verlegt sei, werde im Laufe des Mittwochs ausgetauscht, so Trockel.

Gaskunden seien, weil es mehrere Einspeisestellen gebe und rasch reagiert worden sei, nicht von Ausfällen betroffen. Auch eine akute Gefährdung von Anliegern habe es nicht gegeben, kann der Experte beruhigen.

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