Flößer als Blickfang für Dürrmenz

Künstlerisch gestalteter Brunnen soll den neuen Bischof-Wurm-Platz verschönern

Von Gerhard Franz Erstellt: 18. Februar 2013, 00:00 Uhr
Flößer als Blickfang für Dürrmenz Flößer als Blickfang für Dürrmenz

Ein künstlerisch gestalteter Flößerbrunnen soll künftig den Bischof-Wurm-Platz zieren. Heute Abend wird der Entwurf im Ratssaal vorgestellt.

Mühlacker. Die Dürrmenzer erhoffen sich rasche Fortschritte beim Neuanfang im alten Ortskern, und ein wichtiger Faktor dabei ist der Umbau des Bischof-Wurm-Platzes. Ab März soll sich die wenig attraktive Straßenkreuzung mit Verkehrsinsel, auf der die marode Kastanie bereits gefällt wurde, in einen echten Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität verwandeln. Dabei setzen die Stadt und ihr Verschönerungsverein auch auf eine Aufwertung im Detail: Ein „Flößerbrunnen“, der direkt neben dem Treppenaufgang zur Andreaskirche platziert werden soll, könnte zu einem zusätzlichen Blickfang werden.

Zunächst war geplant, einen einfachen, quaderförmigen Brunnenstein mit zwei oder drei „Wassersprudlern“ zu installieren. Doch das erschien dem Verschönerungsverein als wenig reizvoll, weshalb er sich entschloss, sich für eine künstlerisch anspruchsvollere Variante zu engagieren. Die Vorstandschaft wandte sich an den Sengacher Künstler Kurt Tassotti und bat ihn, Ideen für eine Brunnenanlage zu entwerfen. Vereinsvorsitzender Albrecht Münzmay: „Wir haben uns für einen Flößerbrunnen entschieden. Heute wird der Entwurf Tassottis in einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik im Mühlacker Ratssaal vorgestellt. Beginn ist um 18.30 Uhr.

Vorgesehen ist ein 20 Zentimeter tiefes dreieckiges Becken mit Seitenlängen von 2,35 beziehungsweise 1,30 Metern, das in den Boden eingelassen wird und in etwa mit dem Bodenbelag abschließt. Eigentlicher Blickfang soll eine 1,90 Meter hohe Bronzestele sein, die auf einem Sockel im Becken steht und in stilisierter Form einen (Enz-)Flößer bei der Arbeit zeigt. Unter den aus der Stele herausgearbeiteten Rundhölzern wird das Wasser heraussprudeln, was die Wirkung erzielen soll, als würde sich das Floß auf dem Wasser bewegen. Über eine kleine Tauchpumpe wird der Wasserkreislauf hergestellt.

Die Stadt wolle sich mit 3000 Euro an den Kosten für den Auftrag an den Künstler beteiligen, sagt Albrecht Münzmay vom Verschönerungsverein. So viel würde auch ein einfacher Brunnen kosten. Der Vereinsvorsitzende: „Die weiteren Kosten von 16000 Euro will unser Verein übernehmen. Über Sponsoren würden wir uns freuen.“

Im Zuge des Umbaus des Bischof-Wurm-Platzes wird – zwischen dem Kirchenaufgang und dem Geschäftshaus, im dem früher der Schlecker-Markt untergebracht war – die ehemalige Trafostation abgerissen, um den Blick freizugeben auf die St.-Andreaskirche. Nach den Planungen der Stadt sollen Kirchenfassade und Brunnenstelle mit zwei Bodenstrahlern nachts ins richtige Licht gerückt werden.

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