FDP: Lienzinger Straße für Lkw-Verkehr sperren

Fraktion fordert Aussiedlung der Firma Craiss – CDU plädiert für eine „Umleitung“ des Lkw-Verkehrs über die Industriestraße

Von Thomas Eier Erstellt: 9. November 2019, 00:00 Uhr

Mühlacker. Nach der Einwohnerversammlung in dieser Woche haben die Fraktionen von CDU und FDP im Mühlacker Gemeinderat unabhängig voneinander eine Entlastung der Lienzinger Straße vom (Lkw-)Verkehr gefordert.

Die CDU sprach sich dafür aus, die mit 14000 Fahrzeugen am Tag „hochbelastete“ Straße so auszugestalten, dass der Durchgangsverkehr den Weg über die Osttangente nehme. Dies schließe den Lkw-Verkehr inklusive der Fahrzeuge des Logistikunternehmens Craiss ein. Es sei notwendig, deutete Fraktionsvorsitzender Günter Bächle an, dem Unternehmen eine Alternative anzubieten, wenn es eine solche suche.

Die FDP erneuerte ihre Forderung, für die Aussiedlung des Logistikunternehmens Craiss Flächen im Gebiet Lug-Fuchsensteige südlich der B10 auszuweisen. Diese Lösung sei, so Fraktionschef Veit Kibele, der wirksamste Lärmschutz im Sinne der Anwohner. Der von der FDP als „Kompromiss“ mitgetragene Beschluss, wonach Craiss am heutigen Standort erweitern könne, werde deutlich mehr Lkw-Verkehr mit sich bringen, vermutet die FDP, die sich stattdessen für eine Sperrung der Lienzinger Straße für den Schwerlastverkehr starkmacht. Lkws sollten stadteinwärts über die Industriestraße geführt werden. „Durch diese ergänzende Maßnahme sehen wir die Lienzinger Straße mit reduzierter Fahrbahnbreite, attraktiven und sicheren Rad- und Fußwegen und einer angemessenen Baumbepflanzung zukünftig als einen attraktiven Wohn- und Lebensbereich – ganz ohne Lärm“, wird FDP-Stadträtin Natascha Blattner zitiert.

Die CDU-Fraktion argumentiert in ähnlicher Richtung. Die Fahrbahn zu verschmälern, gleichzeitig aber den Lkw-Verkehr hinzunehmen, vertrage sich nicht, so Fraktionschef Bächle. Bei der Vorstellung der Pläne sei klargeworden, dass eine verschmälerte Straße zu eng sei, wenn sich Lastwagen begegneten. Ein Verkehrschaos, wie es immer wieder im Begegnungsverkehr auf der Bahnhofstraße auftrete, dürfe sich nicht wiederholen, warnte Bächle.

Die CDU, die sich für einen Erhalt der Fußgängerunterführung bei der Grundschule einsetzt, werde dafür eintreten, dass der erste Bauabschnitt in den Haushaltsplan aufgenommen werde, sobald der endgültige Ausbauentwurf vorliege.

Thomas Eier

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