Evenz-Manager improvisieren gekonnt

Karaoke fällt dem Regen zum Opfer – Gefeiert wird trotzdem – Besuchermassen am Samstag bei Klotz live

Von Ulrike Stahlfeld Erstellt: 21. August 2017, 00:00 Uhr
Evenz-Manager improvisieren gekonnt Publikumsmagnet Klotz-Live spielt am Samstagabend auf.

Halbzeit an der „Stillen Enz“, und die Mitglieder vom Förderverein Enzgärten schauen auf eine erfolgreiche erste Woche ihres „Sommerevenz“ zurück. Beim zweiwöchigen Veranstaltungsmarathon darf auch gerne erfolgreich improvisiert werden, wie sich am Wochenende zeigte.

Mühlacker. Es schüttete wie aus den vielzitierten Kübeln. Die dunklen Wolken am Freitagabend-Himmel verfinsterten die Mienen der Mitglieder vom Förderverein Enzgärten aber nur kurzzeitig. Karaoke stand auf dem Programm, doch angesichts des fast unwetterartigen Regens trauten sich so gut wie keine potenzielle Sängerinnen und Sänger aus dem Haus. Ihren Humor verloren die Schaffer im Regen dennoch nicht. „Warum setzt du dich nicht?“ Eine nicht ganz ernst gemeinte Frage angesichts der nassen Tische und Bänke. „Ich sing ein Solo, und wenn ich genug Bier habe ein Duett“, wollte ein anderer beim Karaoke aushelfen.

Doch es half alles nichts. Rolf Watzal blies das Karaoke ab. Die Bühne war zu nass und damit auch zu rutschig. Außerdem fehlten die Sänger. Aber es fehlte keinesfalls das Publikum, und eine großartige Idee gab es auch. Rund 50 Besucher kamen so in den Genuss einer spontanen Session. Mathias Gutstein und Mirjam Vollmer von Matze & Friends, die an diesem Abend gemeinsam mit Rolf Watzal den Abend bestreiten sollten, holten sich Verstärkung. Toni Maggiore sollte an diesem Abend eigentlich in seiner Pizzeria in Vaihingen die Stellung halten, packte dann aber seine Cajon ein und kam nach Mühlacker, um mit den beiden anderen handfeste Musik zu machen. „It’s a nice day to start again“, legte Mathias Gutstein los und schon holten seine Zuschauer die Tische unterm Zelt vor und stellten sie ins Freie. Dann wurde bei bester Stimmung und ab 20 Uhr auch ohne Regen gefeiert.

Ganz nach Plan verlief quasi der Samstag. Doch war es tatsächlich der Plan der Organisatoren, dass an diesem Abend rund 600 Leute an die „Stille Enz“ kommen, um „Klotz-Live“ zu sehen und zu hören? „Das habe ich nicht erwartet“, freute sich Frank Veit, der für die Veranstaltungen zuständig ist. So viele Besucher kann man sich eben nur wünschen, aber nicht einplanen.

Mit dem Ansturm kamen auch die Helfer an den Essens- und Getränkeständen an ihre Grenzen. „Wir sind keine Profis, das sind ehrenamtliche Helfer, die sich bereiterklärt haben, hier zu schwitzen“, bat Veit gestern um Verständnis für Wartezeiten und hatte ein großes Lob parat: „Wir haben Super-Gäste.“ Bislang habe es keinen Ärger gegeben. Ganz im Gegenteil. Es herrschte auch am Samstagabend eine großartige Stimmung an der Enz. Daran war „Klotz-Live“ nicht ganz unschuldig. In der siebenköpfigen Band schart Norbert Klotz professionelle Musiker und alte Wegbegleiter um sich. Mit Uli Seibold hat Klotz schon 1977 Musik gemacht. Und es ist das erste ständige Projekt mit Tochter und Sängerin Diana Klotz. „Es ist mir eine Ehre“, betonte sie am Samstagabend und Vater Norbert gibt das Kompliment umgehend zurück.

„Kennt ihr Tina Turner?“, wollte Minuten später Klotz vom Publikum wissen und stellte fest, dass das eigentlich nebensächlich sei. „Es reicht, wenn man Diana kennt!“, so der Vater, und die Sängerin legte mit dem Song „The Best“ los. Selbst Elton John habe, beteuerte Klotz, einen Song für „Klotz-Live“ geschrieben. Es folgten die „Sad Songs“ einmal anders und mit „Sir Sam“ (Samuel Kammerer) am Klavier.

Rockig-poppig, soulig schloss kaum der Samstagabend, schon ging es gestern mit dem Frühschoppen-Konzert des Musikvereins Enzberg weiter. Es folgten zum Kaffee und Kuchen die Schwoba Jazzer, und als der Nachmittag ausklang, liefen die Planungen für den nächsten Tag an. Denn am heutigen Montag wird der am Freitag ausgefallenen Karaoke-Abend nachgeholt. Ab 19 Uhr sind Sängerinnen und Sänger willkommen. Den Abend bestreitet Rolf Watzal mit Mathias Gutstein und Mirjam Vollmer von Matze & Friends.

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