Einsatz in Mühlacker: Feuerwehr löscht Brand am Rohbau

Einsatz im Wohngebiet Stöckach sorgt für Aufsehen – Fassade und Dach werden mit Wärmebildkamera nach Glutnestern abgesucht

Von Thomas Eier Erstellt: 22. September 2018, 00:00 Uhr
Einsatz in Mühlacker: Feuerwehr löscht Brand am Rohbau Einsatz im Stöckach: Ein Fassadenbrand am Rohbau eines Mehrfamilienhauses am Anna-Haag-Ring, der sich offenbar von einem Balkon aus nach oben ausbreitete, ruft die Feuerwehr auf den Plan. Foto: Eier

Ein Fassadenbrand am Rohbau eines Mehrfamilienhauses hat am Freitagabend für Aufsehen im Wohngebiet Stöckach gesorgt. Die Feuerwehr rückte mit sechs Fahrzeugen und 33 Helfern an.

Mühlacker. Während sich die Einsatzkräfte an die Arbeit machten, spekulierten Anwohner bereits über die möglichen Brandursachen auf der Baustelle. Gemeldet worden war das Feuer gegen 19 Uhr, und nach Einschätzung von Kommandant und Einsatzleiter Philipp Baumann hat das rasche Eingreifen der Feuerwehr Schlimmeres in Form eines großflächigen Dachstuhlbrandes verhindert. Die Flammen, die dem Anschein nach von einem Balkon im Obergeschoss ausgingen, hatten sich beim Eintreffen der Helfer über eine Dehnfuge bereits nach oben aufs Dach des noch unbewohnten Gebäudes ausgebreitet. Sie wurden zunächst mit Wasser aus zwei C-Rohren abgelöscht, womit der Einsatz allerdings nicht beendet war. Mit der Wärmebildkamera wurden die Fassade und das Dach anschließend weiter nach versteckten Glutnestern abgesucht. Dafür öffneten Feuerwehrleute vorsorglich einen Teil des Dachs und der Rohbau-Fassade.

Für den Einsatz wurde der Anna-Haag-Ring auf dem betreffenden Abschnitt vorübergehend abgesperrt. Das Rote Kreuz, das mit einem Rettungswagen und sechs ehrenamtlichen Helfern vor Ort war, musste nicht eingreifen. Allerdings gehe es, wie Bereitschaftsleiter Oliver Schurlik deutlich machte, auch darum, bei einem eventuell länger andauernden Einsatz gegebenenfalls die Feuerwehr zu versorgen. Deshalb habe das DRK seine „Betreuungskomponente“ mitgebracht, zu der ein mit Getränkevorräten ausgestatteter Anhänger gehört.

Was die Ursache des Feuers betrifft, gab es lediglich erste Vermutungen. Demnach könnte bereits im Lauf des Tages bei Abdichtungsarbeiten – eventuell am Balkonbelag – unbemerkt ein Schwelbrand entstanden sein, der später in ein offenes Feuer mündete, das sich über die Dehnfuge nach oben ausbreitete.

Verletzte gab es nicht, der Sachschaden ließ sich zunächst nicht abschätzen. Vor Ort waren neben einem Löschzug der Feuerwehr Mühlacker auch die Abteilungen Enzberg und Mühlhausen, wobei Letztere – wie die Drehleiter – direkt aus den Waldäckern in den Stöckach weitergefahren war. Auf dem Dach einer Firma im Industriegebiet hatten die kurzen, aber heftigen Sturmböen, die am Freitagnachmittag über Mühlacker fegten, eine Lichtkuppel aufgerissen, die von den Helfern gesichert werden musste. Während die Kameraden im Einsatz waren, übernahm die Abteilung Lienzingen die Bereitschaft in der Wache.

Thomas Eier

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