Bündnis für moderne Mobilität

Beim ersten Mühlacker Mobilitätstag widmet sich das Mühlacker Tagblatt gemeinsam mit regionalen Unternehmen Zukunftsfragen

Von Ramona Deeg Erstellt: 31. März 2018, 00:00 Uhr
Bündnis für moderne Mobilität Nicht nur nachfragen, sondern selbst das Steuer in die Hand nehmen: Diese Möglichkeit offerieren die Mitstreiter des ersten Mühlacker Mobilitätstag des Mühlacker Tagblatt den Besuchern. Foto: Deeg

Elektro? Gas? Hybrid? Der Frage, welcher Antriebsart die Zukunft gehört, widmet das Mühlacker Tagblatt eine eigene Veranstaltung: den ersten Mobilitätstag Mühlacker am Sonntag, 6. Mai.

Mühlacker. Die Veranstaltung, die am Sonntag, 6. Mai, von 11 bis 17 Uhr stattfindet, ist auch gleich mit der Ausgangsfrage überschrieben: „Wie fahren wir in die Zukunft?“ Antworten darauf gibt es an den elf Ständen, die auf dem Gelände des Lienzinger Tors am Bahnhof verteilt sind. Dafür haben die Stadtwerke Mühlacker, Autohäuser und Fahrradhändler nicht nur Anschauungsobjekte dabei, sondern bieten auch Probefahrten an. Damit bleibt die Zukunftsfrage nicht nur trockene Theorie, sondern kann durch eigenes Ausprobieren auch gleich einem persönlichen Test unterzogen werden.

„Nachdem das Thema, wie die Mobilität der Zukunft aussieht, im vergangenen Herbst besonders hitzig diskutiert wurde, war es uns wichtig, diese Frage aufzugreifen“, verdeutlicht Hans-Ulrich Wetzel, Verleger des Mühlacker Tagblatt. Aus der Idee eines Informationstages heraus entstand der erste Mobilitätstag Mühlacker. Dabei wollte sich das Organisationsteam, dem auch Rebecca Rüter als Assistentin der Geschäftsleitung und Anzeigenleiter Jochen Elmer angehören, keineswegs auf die Elektromobilität beschränken. Viel mehr habe man sich entschieden, die ganze Bandbreite alternativer Antriebstechniken vorstellen zu wollen.

Dafür haben die Verantwortlichen Mitstreiter aus unterschiedlichen Bereichen gefunden. Darunter befindet sich Thomas Knapp (Firma Unomondo). Er möchte die Gelegenheit nutzen, um auf erneuerbare Energien aufmerksam zu machen: „Für uns ist die Kombination aus Photovoltaik und Elektromobilität die beste Lösung, dadurch kann man seinen Strom für die Autobatterie auch selbst erzeugen.“ Entsprechend dieser Überzeugung wird sich sein Stand Elektromobilität, Ladestationen und Photovoltaik widmen. Knapp hat mit dem Motorsportclub Mühlacker, dessen Vorsitzender er ist, in den vergangenen Jahren E-Mobilitätsfahrtage angeboten. „Wir haben immer wieder erlebt, dass die Leute selbst Elektromobilität erfahren und erleben müssen, um sich überzeugen zu lassen“.

Diese Möglichkeit, Autos mit Elektro-, Hybrid- oder Gasantrieb zu fahren, wird es am Sonntag, 6. Mai, geben. Zudem stehen mit Zweirad W. Fischer aus Vaihingen und dem Tretlager Bretten auch zwei Fahrrad-Fachhändler Rede und Antwort. Sowohl Manuela Fenrich vom Tretlager als auch Martin Fischer von Zweirad W. Fischer betonen, dass Firmenleasing-Angebote mit Jobrädern im E-Bike-Bereich eine immer größere Rolle spielen.

Wie wichtig alternative Antriebstechniken sind, bestätigen auch die Vertreter der teilnehmenden Autohäuser. Jochen Staib von AHG etwa betont, dass der BMW i3 erstmals 2013 vom Band gerollt sei und inzwischen schon die erste Modellüberarbeitung erlebt habe. „BMW platziert sich“, erklärt er mit Blick auf die Mobilitätsdebatte. Bis der Straßenverkehr vollständig elektronisch unterwegs ist, hält Staib Plug-in-Hybrid-Varianten für die beste Übergangslösung.

Das Autozentrum Dobler wird beim Mobilitätstag verschiedene Fahrzeuge für Besucher bereithalten. Neben zwei reinen E-Fahrzeugen von VW, werden sie auch Hybride vorstellen. Außerdem wagen die Dobler-Vertreter schon einen Blick nach vorne: „Nächstes Jahr will Audi ein rein elektrisches Fahrzeug auf den Markt bringen.“

Mit einem kompakten Transporter sowie einem Nissan Leaf – laut Felix Walter mit einer Reichweite von 374 Kilometer „absolut alltagstauglich“ – will das Autozentrum Walter innovative Techniken in den Mittelpunkt stellen.

Mit dem Autohaus Metzger und Tri AG Automobile konnten zwei weitere Händler gewonnen werden, um den ersten Mühlacker Mobilitätstag für Besucher interessant und vielfältig zu gestalten.

In puncto Mobilität gibt es aber noch ein Schwergewicht in Mühlacker, das sich dem Thema gleich von zwei Seiten nähert: die Stadtwerke. Zum einen sei man als Energielieferant gefragt und zum anderen als Stadtbus-Betreiber ebenso nah am Thema dran, wie Prokurist Matthias Bosch ausführte. Neben einer Normalladestation an der Danziger Straße habe man am Bahnhof bereits eine Schnellladestation am Netz, zwei weitere werden folgen und auch eine zweite Erdgastankstelle sei in Planung. Rolf Aichelberger, verantwortlich für den Stadtbus Mühlacker, erinnerte an die E-Bus-Tests und daran, dass der Bus an sich schon ein alternatives Angebot zum Individualverkehr darstelle.

Auch Matthias Lieb ist mit dem ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) mit von der Partie. „Die Mobilität der Zukunft ist digital, vernetzt und elektrisch, als VCD möchten wir über neue digitale Angebote informieren, die die Nutzung von Bus und Bahn vereinfachen“, so Lieb. Außerdem werde der VCD mit einem Elekto-Einrad „aufzeigen, was es sonst noch an spannenden Fortbewegungsmitteln gibt“.

Dass der erste Mühlacker Mobilitätstag am Lienzinger Tor dabei parallel und in örtlicher Nähe zum Mühlacker Frühling stattfindet, habe sich in der Planungsphase eher zufällig ergeben. „Dieses Wochenende hat sich als bester Termin im Frühjahr herauskristallisiert“, erklärt MT-Verleger Hans-Ulrich Wetzel. Passend: Während am Lienzinger Tor die Zukunft vorgestellt wird, kann man wenige Meter weiter – bei den Modelleisenbahnern – in der Vergangenheit schwelgen, denn diese führen wieder ihr Oldtimertreffen durch.

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