Brandschutz: 45 Stände sind Maximum

Kunsthandwerkermarkt im Mühlehof: Trotz strenger Auflagen stimmt die Auswahl – Aussteller freuen sich über Stammkunden

Von Ulrike Stahlfeld Erstellt: 30. November 2014, 15:53 Uhr
Brandschutz: 45 Stände sind Maximum Saubere Angelegenheit: Karina Lang bietet Naturseifen auf dem Kunsthandwerkermarkt an. Fotos: Stahlfeld

45 Stände haben beim Kunsthandwerkermarkt im Mühlehof die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Wie bereits im vergangenen Jahr musste wegen der Brandschutzauflagen die Anzahl der Aussteller im Vergleich zu den Vorjahren halbiert werden. Dennoch fanden die Besucher eine große Auswahl.

Mühlacker. Leonie trägt ihren Namen in der Tüte mit nach Hause, Ramona ergänzt ihre Sammlung durch ein weiteres Holzhaus, und eine andere Besucherin kann jetzt Socken aus handgefärbter Schafwolle stricken, die auch nach der Waschmaschinenwäsche noch passen. Der Kunsthandwerkermarkt hat am Wochenende Sammler, Bastler und Freunde von individuellem Handwerk in den Mühlehof gelockt.

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„Reicht das für ein Paar Socken?“ „Ja, bis Größe 43!“ „Ist das dann Handwäsche, läuft die aus?“ Nein, die läuft nicht aus und kann ganz normal in der Maschine gewaschen werden!“ Gudrun Mohr und Brigitta Besserer benötigen nicht viele Worte, um sich zu verstehen. Ein kurzer Dialog – und schon verschwindet die Wolle in der Tasche von Gudrun Mohr. Sie hat sich gerade bei Brigitta Besserer aus Vaihingen-Riet Nachschub fürs Stricken geholt. „Ich stricke gerne“, betont Gudrun Mohr und liegt damit voll im Trend. Ihre Socken aber, die dürfe nur jemand tragen, der die Arbeit auch zu schätzen weiß. Schließlich stecke da jede Menge Arbeit drin.

Sammler freuen sich über ihre neuen Entdeckungen

Zeit und Arbeit investiert auch Hannelore Schirott aus Stuttgart. Jeden Buchstaben im ABC gibt es bei ihr aus Stoff genäht zu kaufen. Besucher mit Kameras werden von ihr kritisch beäugt. Denn manchmal geht auch der Ideenklau um. „Damit hat jeder zu kämpfen“, erklärt die begeisterte Näherin. Sobald die Produkte maschinell und in großer Anzahl produziert werden, hat sie verloren: „Dann ist die Idee einfach fort.“ In Mühlacker findet Hannelore Schirott indes noch jede Menge Kunden. Die sechsjährige Leonie und ihre kleine Schwester Vicky Heugel tragen nur kurze Zeit später ihre Namen in einer Tüte mit nach Hause. Die beiden kommen aus Bonn und sind zu Gast bei den Großeltern.

Ramona Wagner dagegen hat einen ganz anderen Stand im Blick. Beim Holzatelier von Henning Beck aus Enzberg bekommt das Mädchen jedes Jahr ein weiteres Haus aus Holz. „Sie hat schon eine ganze Sammlung“, verrät die Mutter. Ganz entzückt packt derweil eine andere Besucherin ein Paar Puppensocken ein. „Die passen perfekt zum Kleid und den Stiefeln der Puppe“, kann sie ihr Glück kaum fassen.

Trotz der reduzierten Ausstellerzahl können die Besucher sich über mangelnde Auswahl nicht beklagen. So gibt es beispielsweise bei Karina Lang aus Mühlacker handgefertigte Seifen, bei Monika Brinkmann aus Iptingen Schmuck-Unikate, und Mignon Kleinbek aus Ötisheim sorgt dafür, dass jeder in die Puschen kommt. Filzschuhe ganz individuell.

„Ich habe hier ganz viele Stammkunden, die freuen sich schon“, erzählt Mignon Kleinbek, dass beim Markt die netten Gespräche dazugehören. Dabei hat sie auch schon Ungewöhnliches erlebt. Puschen mit Knöpfen in Totenkopfform – das war einer der besonderen Wünsche, und selbst diesen konnte die Ötisheimerin erfüllen. Allerdings, so erzählt sie, seien die Schuhe mit der Begründung „Ich habe immer noch kalte Füße“ zurückgegeben worden.

Die einen freuen sich bereits über Stammkunden, fünf Aussteller sind hingegen das erste Mal in Mühlacker. Deshalb gibt es auch dieses Jahr wieder jede Menge neue Dinge zu entdecken. Etwa am Stand von Tanja Brous aus Beutelsbach, die zeigt, dass Handarbeit auch die junge Generation begeistern kann. Die 23-Jährige liebt die Arbeit mit bunten Stoffen, was ihren liebevoll gestalteten Täschchen und Beuteln auch deutlich anzusehen ist.

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