Blitzer „Sonja“ jetzt an der Enzstraße

Blitzer des Enzkreises macht Station in Mühlacker – An der Enzstraße wechseln die Tempolimits

Von Thomas Eier Erstellt: 16. Mai 2018, 00:00 Uhr
Blitzer „Sonja“ jetzt an der Enzstraße Die mobile „Sonja“ – hier in der Enzstraße – absolviert ihren ersten Einsatz in Mühlacker. Foto: Huber

Mühlacker. „Sonja“ ist erstmals zu Gast in Mühlacker, was jedoch trotz des freundlichen Spitznamens nicht jeden eiligen Autofahrer freuen dürfte. In dieser Woche hat das semistationäre Blitzgerät des Enzkreises, das seit dem Sommer 2017 in verschiedenen Gemeinden zum Einsatz kommt, Posten an der Enzstraße bezogen, wo tagsüber Tempo 50 und von 22 bis 6 Uhr aus Lärmschutzgründen Tempo 30 gilt.

Prompt meldete sich gegenüber dem Mühlacker Tagblatt ein Leser zu Wort, der aus dem Bekanntenkreis von mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten berichtete. Einmal sei jemand bereits um 21.54 Uhr, also vor Inkrafttreten der nächtlichen Beschränkung, mit 50 km/h geblitzt worden, ein anderes Mal jemand mit 40 km/h am Nachmittag. „Die Informationen des Lesers gebe ich an meine Mitarbeiter zur Prüfung weiter“, sicherte der Leiter des Verkehrsamts Enzkreis, Oliver Müller, zu. Generell sei die Anlage technisch dazu imstande, Verstöße zu unterschiedlichen Zeiten mit den dann jeweils gültigen Höchstgeschwindigkeiten zu registrieren.

Die Messung in Mühlacker läuft, während der Enzkreis „Sonja“ zur Verfügung stellt, in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung ab. „Die Messdaten werden jeweils einzeln überprüft und mit der Uhrzeit abgeglichen“, macht der Leiter der Verkehrsbehörde, Joachim Woesner, deutlich, dass niemand zu Unrecht mit Konsequenzen rechen müsse. Noch bis Freitag, informiert er in aller Offenheit, sei das Blitzgerät an der Enzstraße postiert.

Eingesetzt war „Sonja“ zuvor schon in Stein, Dürrn, Mönsheim, Nöttingen und Königsbach, und in aller Regel hält sich die mobile Einheit, die in beide Richtungen blitzen kann, eine Woche lang an einem Standort auf, wie das Verkehrsamt mitteilte. An ihren bisherigen Einsatzorten hat „Sonja“ insgesamt knapp 2200 eilige Fahrer erwischt, wobei das Landratsamt von einem spürbaren Lerneffekt berichtet. Auch deshalb, weil der graue Kasten mit Anhängerkupplung am Straßenrand kaum übersehen werden kann, gehe die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße bereits am zweiten Tag deutlich zurück, heißt es beim Enzkreis, der – bei wenigen stationären Blitzern wie in Niefern, am Illinger Eck oder in Bauschlott – bewusst und nach eigenem Bekunden sehr erfolgreich auf die Wirkung mobiler Kontrollen setzt.

Thomas Eier

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