Zug fängt Feuer

Defekt an einem Instandhaltungszug sorgt für Großeinsatz bei Maulbronn-West

Von Frank Goertz Erstellt: 6. Juli 2018, 20:02 Uhr
Zug fängt Feuer Großeinsatz für die Feuerwehr bei Maulbronn-West

Maulbronn. Ausgerechnet ein Instandhaltungszug der Deutschen Bahn hat am späten Freitagnachmittag bei Maulbronn-West für einen großen Feuerwehreinsatz gesorgt, nachdem die Maschine im Bereich des Antriebskopfes aufgrund eines technischen Defektes Feuer gefangen hatte.

Der Zugführer stellte sein Fahrzeug etwa 150 Meter hinter dem Haltepunkt ab, brachte sich schnell in Sicherheit und informierte die Notfallleitstelle der Bahn, die dann wiederum um 17.40 Uhr die Feuerwehr Maulbronn alarmierte.
„Erst hieß es, eine Lok der AVG stehe in Flammen“, berichtet Martin Gerst, Kommandant der Maulbronner Feuerwehr. „Da mussten wir mit dem Schlimmsten rechnen.“

Binnen weniger Minuten waren alle drei Abteilungen der Feuerwehr Maulbronn mit sieben Fahrzeugen und weit über 50 Einsatzkräften vor Ort. Gleichzeitig rückte das Rote Kreuz aus der Klosterstadt an. Wie deren Einsatzleiter Markus Mannuss vor Ort sagte, habe ein Bahn-Mitarbeiter bei Löschversuchen Rauchgas eingeatmet. Er wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.

Den Brand des Diesel-Triebwerks hatte die Feuerwehr schnell unter Kontrolle. Allerdings stellten die Einsatzkräfte fest, dass aus dem Zug eine nicht näher zu definierende Flüssigkeit ausgelaufen war. Martin Gerst: „Weil es nicht sicher war, ob es sich hierbei um Hydrauliköl oder Kühlflüssigkeit handelt, wollten wir kein Risiko eingehen und haben den Gefahrgutzug der Feuerwehr Niefern-Öschelbronn für eine weitere Analyse benachrichtigt.“ Wie deren Einsatzkräfte feststellten, handelte es sich zum Glück nur um Kühlflüssigkeit. Für die Umwelt bestand keine Gefahr, hieß es gestern Abend.

Während des Feuerwehreinsatzes mussten die Gleise in beide Richtungen gesperrt werden. Betroffen davon war die Linie S 9 zwischen Mühlacker und Bretten. Gegen 18.30 Uhr einigte sich Eugen Pliev, Notfallmanager der DB Netze AG, mit Feuerwehrkommandant Martin Gerst darauf, dass das Gleis Richtung Mühlacker wieder freigegeben werden kann, während auf dem Gleis Richtung Bretten die Züge nur langsam und auf Sicht die Einsatzstelle passieren konnten.

Frank Goertz

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